Zoigl-Potenzial voll ausschöpfen

Eine Gruppe der Mitterteicher CSU um Ortsvorsitzenden und Bürgermeister Roland Grillmeier (rechts) informierte sich in Falkenberg über laufende Bauprojekte und Möglichkeiten zur Intensivierung der Zusammenarbeit beim Thema Zoigl. Die Führung vor Ort übernahm Bürgermeister Herbert Bauer (Siebter von rechts). Bild: hfz
Lokales
Mitterteich
02.06.2015
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Wie lässt sich die gemeinsame Zoigl-Tradition in der Region noch besser pflegen und deren Stellung auch in der Zukunft bewahren? Diese Fragen und weitere Themen standen im Mittelpunkt eines Besuchs Mitterteicher CSU-Mitglieder in Falkenberg.

"Beide Orte können auf eine rund 500 Jahre alte Brautradition zurückblicken", betonte Bürgermeister und Ortsvorsitzender Roland Grillmeier beim Treffen mit Falkenbergs Bürgermeister Herbert Bauer. Begleitet wurde Grillmeier von Vertretern der Mitterteicher CSU-Stadtratsfraktion und Mitgliedern der Frauen-Union und der Jungen Union.

Landkreisübergreifend

Während der Zoigl in Mitterteich seit 1516 fließt, reicht die Falkenberger Brautradition bis ins Jahr 1467 zurück. In Neuhaus wird sogar schon seit 1415 gebraut. Laut Grillmeier gibt es Überlegungen, die Zusammenarbeit der Kommunbrauorte landkreisübergreifend auszubauen. "Gespräche und Bemühungen laufen derzeit über die beiden Landräte, den Dachverband der Original-Kommunbrauer mit Sitz in Neuhaus und das Regionalmanagment der Landkreise Tirschenreuth und Neustadt", berichtete Grillmeier.

Ziel sei es wie auch schon mit der Marke "Echter Zoigl vom Kommunbrauer", Originalität und Tradition zu bewahren sowie das Zoigl-Bier noch stärker als Alleinstellungsmerkmal der Region hervorzuheben. Dazu sollen die fünf Orte mit Kommunbrauhäusern und Kommunbrauern noch enger kooperieren. Roland Grillmeier und Herbert Bauer waren sich einig, dass hier ein großes, noch ungenutztes Potenzial bestehe. Es gebe viele Ansätze und engagierte Menschen rund ums Zoigl-Bier, so die beiden übereinstimmend.

Beeindruckt waren die Gäste von der Originalität des Falkenberger Kommunbrauhauses und vom Ablauf des Brauvorgangs, der sich etwas unterscheidet von dem in Mitterteich. Im Anschluss besichtigten die Besucher die Baustelle neben dem Kommunbrauhaus, wo ein Tagungsgebäude entsteht. Danach führte Herbert Bauer durch die Burg und ging auf die Geschichte und die einzelnen Bauphasen ein. Es sei Verpflichtung für Falkenberg und die Region gewesen, eine gute Nachfolgelösung für die Burg zu finden.

Geld gut angelegt

Private Investoren hätten zwar Interesse gezeigt, aber die Konzepte seien nicht überzeugend gewesen. Und so habe sich Falkenberg entschlossen, das Areal selbst zu übernehmen und zu entwickeln. Zu den wichtigsten Aufgaben zählt laut Bauer nun die Entwicklung eines Betriebskonzeptes für die Veranstaltungsräume und die Übernachtungsmöglichkeiten. Beeindruckt zeigten sich die Gäste aus Mitterteich vom großen Aufwand, der im Zuge der Sanierungs- und Umbauarbeiten notwendig ist. Einigkeit herrschte jedoch darüber, dass die Zuschüsse (Förderquote bei 90 Prozent) gut angelegt seien. In Oberbayern, Regensburg und anderen größeren Zentren werde schließlich auch genug Geld für Vorzeigeprojekte ausgegeben, so der Tenor. "Es ist notwendig, dass wir zeigen, was wir haben. Und das müssen wir auch entsprechend entwickeln", betonte Roland Grillmeier. Der Einstieg in das Burg-Projekt sei die einzig richtige Entscheidung gewesen. Besonders würdigte Grillmeier in diesem Zusammenhang das Engagement Herbert Bauers.
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