Zündeln unter Aufsicht

Lokales
Mitterteich
28.11.2014
0
0

Feuer hat viele Facetten - zum einen spendet es wohlige Wärme, andererseits kann es sehr gefährlich sein. Viel Wissenswertes dazu lernten jetzt Mitterteicher Kinder bei verschiedenen Aktionen und Experimenten.

Über mehrere Wochen hinweg erstreckte sich im städtischen Kinderhaus ein sogenanntes Feuer-Projekt. Gruppenübergreifend durfte jedes Kind jeweils drei Tage lang daran teilnehmen. Bei einer großen Feuerwehrübung (wir berichteten) wurde zunächst das richtige Verhalten im Ernstfall geübt und die Kinder erfuhren viel über die Arbeit der Brandschützer. Auch die Notrufnummer 112 ist allen Kindern in Fleisch und Blut übergegangen.

Schal ablegen

Weil das Kinderhaus eng mit der Grundschule zusammenarbeitet, durften an einem Tag auch Schüler der zweiten Klasse am Feuer-Projekt der Vorschulkinder teilnehmen. Dabei lernten die Kinder, dass es beim Umgang mit Feuer wichtig ist, sehr vorsichtig zu sein und bestimmte Sicherheitsvorkehrungen zu treffen: Lange Haare sollten zusammengebunden und Schals abgelegt werden, ein Streichholz sollte beim Anzünden immer möglichst weit vom Körper entfernt gehalten werden. Eine Aufgabe lautete, die Flamme einer Kerze zu löschen. Die Kinder probierten mehrere Möglichkeiten aus: Auspusten auf normale Weise oder per Strohhalm sowie Löschen mit einer Wasserspritze, mit Sand oder einem nassen Tuch. Bei weiteren Versuchen lernten die Kinder auch, dass Feuer Sauerstoff benötigt und beim Brennen Ruß entsteht. Verschieden große Gläser wurden über die Kerzen gestülpt, wobei die Mädchen und Buben beobachten konnten, wie lange welche Flamme brennt. Jedes Kind durfte auch selbst eine Kerze anzünden und über die Flamme einen Teller halten. Mit dem entstandenen Ruß wurden anschließend Rußbilder gemalt.

Schnelle Ausbreitung

Experimente mit einer Weihnachtspyramide und einem angezündeten leeren Teebeutel zeigten den Kindern, dass Wärme nach oben steigt. Ganz fasziniert folgten sie einer Demonstration zur Ausbreitung von Flammen. Dabei lernten die Kinder, wie schnell ein Feuer größer werden und auf umliegende Gegenstände übergreifen kann. Die älteren Kinder durften noch herausfinden, welche Gegenstände brennen bzw. schmelzen und welche nicht.

Zum Abschluss des Projekts folgte noch ein Feuerquiz, nach dem jedes Kind eine Urkunde erhielt. Lehrerin Gisela Adametz und ihre Schüler waren ebenso engagiert bei der Sache gewesen wie die Kindergartenkinder. Auch Rektorin Renate Zuber schaute bei den Experimenten zu und zeigte sich begeistert.
Weitere Beiträge zu den Themen: November 2014 (8193)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.