Zum Abschied fließen Tränen

Kim Dreßel, hier vor der Schott-Zentrale in Mitterteich, hat die vier Austauschwochen mit ihrer neuen Freundin Alyssa sehr genossen. Bild: jr
Lokales
Mitterteich
28.10.2015
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Kim und Alyssa auf dem Empire State Building in New York. Bild: privat

Über 15 000 Mitarbeiter hat der Schott-Konzern weltweit. Nur 54 davon durften ihre Kinder zum internationalen Familienaustausch schicken. Eine junge Mitterteicherin hatte Glück, verbrachte zwei Wochen in den USA - und fand eine Freundin, vielleicht fürs ganze Leben.

Für die 16-jährige Kim Dreßel ging ein Traum in Erfüllung. Beim internationalen Austausch für Mitarbeiterkinder der Schott AG kam die Mitterteicherin in den Genuss, ihre gleichaltrige Austauschpartnerin Alyssa Kline zunächst in Mitterteich und dann in den USA kennenzulernen. Beide jungen Damen nahmen am weltweiten Austausch im Programm "Schott goes Family" teil.

Kim Dreßels Vater Andreas ist bei Schott in Mitterteich beschäftigt. Die Mutter ihrer neuen Freundin Alyssa, Desiree, arbeitet bei Schott im Geschäftsbereich Pharmaceutical Packaging. Der Hersteller von Spezialglas und Glaskeramik ermöglichte dieses Jahr 54 Jugendlichen aus 14 Ländern einen vierwöchigen Austausch - jeweils zwei Wochen in der Heimat und im Ausland.

Die Mitterteicherin besucht das Otto-Hahn-Gymnasium Marktredwitz und spricht Englisch. In zwei Jahren will sie Abitur machen. Ende Juli kam Alyssa nach Deutschland und Mitterteich. Für das US-Girl war es die erste Reise nach "Germany", für sie war alles ganz neu. Eine Verbindung hatte sie allerdings schon: Ihr Vater war einst in Deutschland als Soldat stationiert. Alyssa wohnte bei Kim und deren Eltern Anja und Andreas Dreßel und lernte hier das Familienleben im Stiftland kennen. Ihre erste Station führte die beiden Mädchen gleich aufs Mitterteicher Bürgerfest.

Spaß in Grafenwöhr

Tags darauf ging es in die Schule nach Marktredwitz. In den folgenden Tagen stand Shopping auf dem Programm, unter anderem in Bayreuth. Am Schott-Standort in Mitterteich gab es für die beiden jungen Damen eine Exklusivführung, natürlich mit Abstecher zum Arbeitsplatz von Andreas Dreßel. Auf viele Landsleute traf der Gast aus den USA beim deutsch-amerikanischen Volksfest in Grafenwöhr. Nicht entgehen ließen sich die neuen Freundinnen die Landeshauptstadt München und Schloss Neuschwanstein. Beeindruckt war Alyssa in diesem heißen Sommer aber auch von einer Mitterteicher Einrichtung, nämlich dem Freibad.

Blick aufs Weiße Haus

Bald waren die zwei Wochen in Deutschland vorbei. Von Nürnberg aus flogen die Mädchen nach Frankfurt und weiter in die USA nach Philadelphia. Im Bundesstaat New Jersey war Annville das Ziel, wo Alyssa mit ihrer Mutter zu Hause ist. Ein Höhepunkt für Kim und ihre Gastgeberin war der Besuch in Washington, dort besichtigten sie viele Denkmäler wie das Nationalmuseum und die Lincoln-Gedächtnishalle.

Absolutes "Highlight" freilich war ein Blick auf das Weiße Haus, wo Präsident Barack Obama residiert. Die Mädchen genossen gemeinsam ihre Freizeit. Nicht fehlen durfte ein Besuch am Schott-Standort in Lebanon (Pennsylvania), einer 24 000 Einwohner zählenden Kleinstadt. Für Kim und Alyssa gehörte ein Abstecher in die Weltmetropole New York dazu.

Das Empire State Building und das Wachsfigurenkabinett Madame Tussaud waren zwei beeindruckende Stationen. Nicht zuletzt stand für die jungen Damen Shopping in Philadelphia auf dem Programm. Kim Dreßel gefiel es außerordentlich gut in den USA. Nur mit dem Essen hatte sie anfangs so ihre Probleme. "Dort gibt es ja fast nur Fast Food." Mit der Verständigung klappte es von Anfang an ganz gut und wurde immer besser. Dabei konnte Alyssa kein Wort Deutsch. Kim ist noch heute ganz überwältigt von den vier Wochen: "Es gab einen tränenreichen Abschied."

Treffen nach dem Abi

Einig waren sich beide Mädels, in Kontakt zu bleiben. Dank der neuen Medien ist das problemlos möglich. Schon jetzt wurde vereinbart, dass Alyssa in zwei Jahren nach Mitterteich kommt und das Treffen in den USA seine Fortsetzung findet. "Wir sind in den vier Wochen zusammengewachsen, es war eine tolle Zeit. Ich danke Schott, dass ich die Möglichkeit bekam, hier mitzumachen", sagt Kim, die zum ersten Mal in ihrem Leben einen Flug über den großen Teich angetreten hat. "Es war für mich ein ganz besonderes Erlebnis, ich habe neue Freunde kennengelernt und viel fürs Leben gelernt." Kim freut sich auf 2017: "Erst mache ich mein Abitur und dann treffe ich meine Freundin Alyssa wieder."
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