"CSU tut unserer Stadt gut"

Langjährige Mitglieder zeichnete der CSU-Ortsverband Mitterteich an einem Jubiläums-Festabend aus. Im Bild (sitzend, von links) Erhard Sommer, Adelgunde Bauer und Stefan Zeitler sowie (stehend, von links) Ortsvorsitzender und Bürgermeister Roland Grillmeier, Christian Doleschal, Stephan Richter, Christine Ernstberger, Franz Kunz, Patricia Stark, Alfred Knossalla, Albert Fröhlich, Dieter Ernstberger und MdB Albert Rupprecht. Bild: jr
Politik
Mitterteich
21.04.2016
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Einen besonderen Grund zum Feiern hat die CSU Mitterteich: Vor 70 Jahren wurde der Ortsverband gegründet. Bürgermeister Roland Grillmeier, seit 15 Jahren als Vorsitzender an der Spitze, zeigte sich bei einem Festabend in Großbüchlberg selbstbewusst.

Gleich zu Beginn seiner Rede ging Roland Grillmeier auf die aktuelle Diskussion um die Nominierung des Kandidaten für die Bundestagswahl ein. Dabei sprang Grillmeier klar auf die Seite von Albert Rupprecht, mit dem er seit mehr als 25 Jahren in der Politik zusammenarbeitet. "Unser Albert leistet in Berlin für unsere Region gute Arbeit und das soll auch in Zukunft so bleiben." Für Reiner Meier erhoffe er sich einen guten Listenplatz, so Grillmeier. "Unser Ziel muss es sein, gleich mit zwei Abgeordneten in Berlin vertreten zu sein."

Grillmeier nannte es eine Ehre, im 70. Jahr des Bestehens den Ortsverband führen zu dürfen. "Die Vergangenheit im Herzen, in der Gegenwart handeln" - so laute das Motto. Grillmeier zeigte sich stolz, "dass unsere Mitglieder in vielen Bereichen unserer Stadt aktiv mitwirken". Dies sei gelebte Kommunalpolitik. "Nicht nur reden, sondern auch handeln, das ist unsere Maxime." Aktuell zähle der Ortsverband 110 Mitglieder, wobei man zuletzt viele junge Neuzugänge verzeichnet habe.

Nahe am Menschen


"Unsere CSU tut unserer Heimatstadt gut", zeigte sich Grillmeier überzeugt. "Sie ist immer nahe am Menschen, das ist unser Vorteil." Er verkannte nicht, dass es für seine Partei auch schon schwierigere Zeiten gab, ehe 1978 das "bürgerliche Lager" mit Freien Wählern und CSU die Mehrheit im Stadtrat übernahm. "In dieser Zeit begann die Erfolgsgeschichte, die heute noch anhält", so Grillmeier. "Das Klima für eine positive Bürgerkultur wurde damals gelegt. Davon profitieren wir heute noch." Zwar hätten die Sozialdemokraten von 1991 bis 2002 nochmals die Leitung der Stadt übernommen, aber seit 2002 habe die CSU die Mehrheit. "Wir haben mit Sicherheit nicht alles richtig gemacht, aber mit harter Arbeit und Einsatz haben wir vieles erreicht."

Wichtig nannte Grillmeier in diesem Zusammenhang, dass Kommunalpolitiker in Vereinen und Gesellschaft fest verankert seien. "Wir sind oft in der Stadt und der Gesellschaft für unsere Ziele unterwegs. Kommunalpolitik ist die wahre Politik für den Bürger." Stolz zeigte sich Grillmeier, dass Mitterteich noch immer das gewerbliche Zentrum des Stiftlands sei und als soziale Stadt vieles erfolgreich angestoßen habe. "Selbst nach dem Ende der Porzellan-Ära haben wir unseren Kopf nicht in den Sand gesteckt, sondern mit vielen anderen die ehemaligen Werke wieder mit neuem Leben erfüllt."

Gute Arbeitsbasis


Derzeit gehe es unter anderem darum, das ehemalige Postgebäude und das Sproß-Haus in der Bahnhofstraße zu sanieren. "Wir investieren in die Zukunft", sagte Grillmeier und stellte dabei die interkommunale Zusammenarbeit heraus. "Ich denke wir sind auf einem guten Weg. Belohnt werden die Aktiven und Schnellen, dazu gehören wir." Ausdrücklich dankte Grillmeier dem Stadtrat, der nahezu alle Entscheidungen einstimmig treffe. "Wir haben eine gute Arbeitsbasis." Abschließend dankte Grillmeier der Arbeiterwohlfahrt für ihre herausragende Arbeit bei der Flüchtlingsbetreuung. Nicht zuletzt lud Grillmeier zum großen CSU-Familienfest am 19. Juni in den "Fit- und Fun-Park" ein.

Die Glückwünsche des CSU-Kreisverbandes überbrachte Christian Doleschal, der seine Partei zur Geschlossenheit aufforderte. Alles Gute im Namen des gesamten Wahlkreises wünschte MdB Albert Rupprecht, der einräumte, dass er schon viele gute Ratschläge aus Mitterteich erhalten habe. Lobend stellte er das Wirken von Bürgermeister Roland Grillmeier heraus. "Mitterteich hat sich nach dem Niedergang der Porzellanindustrie positiv verändert. Wer hätte das der Stadt damals zugetraut?" Die Entwicklung vor Ort grenze an ein kleines Wunder. "Wir haben hier derzeit nur vier Prozent Arbeitslosigkeit, das ist eine Leistung der Unternehmen vor Ort und der CSU."

Zur großen Politik merkte Rupprecht an, dass innerhalb der EU Regeln eingehalten werden müssten, auch von Griechenland. "Und wenn nicht, dann müssen sie raus, so einfach ist das." Die EU sei keine Schicksalsgemeinschaft wie eine Familie. "Ich will keine EU, wie Angela Merkel sie will." Zur Flüchtlingsproblematik betonte der Abgeordnete: "Wir müssen die nationale Souveränität haben, dass wir unsere Landesgrenzen schützen." Beim Thema Gleichstromtrasse betonte Rupprecht, dass er eine Erdverkabelung fordere.

EhrungenDie Ehrung langjährige Mitglieder stand im Mittelpunkt der CSU-Jahresversammlung. Bereits seit 65 Jahren zählt Hans Reif zu den Mitterteicher Sozialdemokraten. Seit 50 Jahren sind Stefan Zeitler, Erhard Sommer, Ludwig Schaumberger, Karl Koller, Alfons Ott und Alwin Böhm dabei. Vor 40 Jahren traten Hans Eckert, Alfred Knossalla, Franz Kunz, Anni Reif, Karl Rupprecht, Waltraud Schriewer, Walter Sperl und Josef Weiß der CSU bei. Seit 25 Jahren sind Adelgunde Bauer, Christian Ernstberger, Dieter Ernstberger, Albert Fröhlich, Ludwig Hecht und Wolfgang Hecht bei der Partei. Seit zehn Jahren dabei sind Christine Bahmann, Christine Ernstberger, Claudia Grillmeier, Eleonore Hör, Andreas Kempf, Matthias Krämer, Werner Lanz, Dr. Achim Nemsow, Katrin Paschedag, Stephan Richter, Michael Schrems und Patricia Stark. (jr)
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