Gegen Abkürzer und Raser

Wegen der zahlreichen Schnellfahrer hat der Bauausschuss Tempo 30 auf der Oberteicher Ortsdurchfahrt verhängt. Bild: jr
Politik
Mitterteich
30.04.2016
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Auf der Kreisstraße TIR 3 im Bereich zwischen der oberen Dorfeinfahrt nach Pleußen (Bild) und dem Beginn der Ortsdurchfahrt bzw. der Fockenfelder Straße gilt jetzt Tempo 70. Bild: jr

Die Verkehrssicherheit und vor allem Probleme mit Rasern standen im Mittelpunkt der jüngsten Mitterteicher Bauausschusssitzung. Neue Tempobeschränkungen gelten bei Pleußen und künftig in Oberteich - und auch beim Seniorenheim im Stadtgebiet sollen Maßnahmen folgen.

CSU-Sprecher Josef Schwägerl, der an der Oberteicher Ortsdurchfahrt wohnt, beklagte, dass Autos von Mitterteich her kommend häufig mit 70 bis 80 km/h ins Dorf rauschten. Gefährdet würden dadurch vor allem die Kinder im Ort.

Bürgermeister Roland Grillmeier betonte, dass eine Beschränkung auf 30 Stundenkilometer durchaus sinnvoll sei. Viele Autofahrer nutzten die Straße als Abkürzung zwischen Wiesau und Mitterteich. Vielleicht könnte deren Zahl verringert werden, wenn Tempo 30 gilt. Auch die Polizei habe nichts gegen eine Beschränkung einzuwenden. Josef Schwägerl wünschte sich in Verbindung mit der Neuregelung auch eine entsprechende Überwachung des Verkehrs durch die Polizei. Die Entscheidung für Tempo 30 in Oberteich fiel am Ende einstimmig.

Bernhard Thoma (Freie Wähler) informierte, dass der Landkreis auf wiederholte Klagen der Pleußener (wir berichteten) reagiert und einen Abschnitt der Kreisstraße TIR 3 auf 70 km/h beschränkt habe. Die Zone beginnt aus Richtung Fockenfeld ein Stück vor der oberen Dorfeinfahrt und reicht bis zum Beginn der Ortsdurchfahrt. "Jetzt hoffe ich nur, dass diese Beschränkung auch eingehalten wird", sagte Thoma.

Wunsch nach Überweg


Erneut brachte Bernhard Thoma einen möglichen Fußgängerüberweg im Bereich des Seniorenheims in der Waldsassener Straße ins Gespräch. "Ich bin darauf schon mehrmals angesprochen worden." Bürgermeister Grillmeier verwies auf mehrere verworfene Anläufe in der Vergangenheit und gab zu bedenken, dass vier bis sechs Parkplätze aufgelassen werden müssten. Karl-Heinz Ernstberger (CSU) unterstützte das Anliegen Thomas und forderte sogar die zusätzliche Ausstattung eines künftigen Fußgängerüberwegs mit Blinklicht. "Diese Möglichkeit haben wir, wenn die Straße zu einer Ortsstraße heruntergestuft wird", erwiderte Bürgermeister Grillmeier. Bernhard Thoma nannte als positives Beispiel den Fußgängerüberweg beim Krankenhaus in Waldsassen. Dort sei die Problematik im Sinne der Sicherheit gut gelöst worden. "Das sollte doch auch in Mitterteich möglich sein." Josef Schwägerl wünschte sich, dass der Verkehr in diesem Bereich auf Tempo 30 beschränkt wird. Bürgermeister Grillmeier sah dies als ein anzustrebendes Ziel an, erinnerte aber erneut daran, dass derartige Anordnungen erst nach einer Abstufung der Staatsstraße möglich seien. Verschiedene Versuche, etwas zu ändern, seien bislang gescheitert. Dennoch wolle er es nochmals probieren. "Es ist einen weiteren Versuch wert."

Bernhard Thoma forderte nicht zuletzt, dass die Hecke eines Anwesens an der Ecke Großbüchlberger Straße/Bräugasse zurückgeschnitten werden sollte. Bürgermeister Grillmeier entgegnete, dass die Polizei hier kein Verkehrshindernis sehe. Zusätzliche Schilder "Gehweg" werden im Bereich Großbüchlberger Straße/Zanklgartenstraße angebracht. Damit sollen die Autofahrer auf Fußgänger aufmerksam gemacht werden.

Markt-Vergrößerung


Grünes Licht gab es für den Antrag des Discounters Aldi auf Vergrößerung des Marktes im Industriegebiet von derzeit 800 auf 1200 Quadratmeter. Keine Einwände hatte der Bauausschuss auch gegen den Neubau einer Sauerstoffanlage durch die Firma Schott. Beide Bauvorhaben müssen jetzt noch vom Landratsamt abgesegnet werden.
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