Regionalkonferenz der IKOM Stiftland
Miteinander statt gegeneinander

Die Verantwortlichen der IKOM Stiftland (von links) mit Roland Grillmeier, Dr. Robert Leiner, Geschäftsführer Wolfgang Kaiser, stellvertretenden Vorsitzenden Klaus Mayer und Professor Dr. Hermann Brenner. Bild: jr
Politik
Mitterteich
18.11.2016
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Miteinander statt gegeneinander: Das Credo der interkommunalen Zusammenarbeit war auch in der Regionalkonferenz allgegenwärtig. Trotzdem: Es ist noch viel zu tun.

"Ich bin froh, dass wir Kommunen uns jetzt auf den Weg machen. Wir treten gemeinsam an, unser Stiftland noch stärker zu machen", sagte IKOM-Vorsitzender Roland Grillmeier. "Wir setzen heute einen Meilenstein in unserer Zusammenarbeit. Noch mehr weg von der einzelnen Kommune und noch mehr hin auf die Gemeinschaft."

Der Weg sei nicht einfach. "Aber er ist alternativlos." Viele Menschen in den Städten und Gemeinden lebten bereits ortsübergreifend. "Sie fahren zur Arbeit, gehen auswärts einkaufen und treiben Sport in einem anderen Ort." Der Vorsitzende sah das Stiftland als eine Chancen-Region. "Wir haben Dinge, die Menschen in den Ballungsregionen ersehnen. Seien wir stolz auf unsere Heimat und tragen wir mit dazu bei, sie weiter zu gestalten."

Landrat Wolfgang Lippert nannte ein gutes Miteinander besser als immer nur auf Konfrontation zu gehen. In einer größeren Einheit seien Förderanträge leichter zu stellen. Die IKOM Stiftland sah er auf einem guten Weg. "Ich bin überzeugt, dass die IKOM die regionale starke Kraft werden wird und dadurch viel Positives herauskommt."

Leitender Baudirektor Willibald Perzl (Amt für Ländliche Entwicklung) sah in der Interkommunalen Zusammenarbeit die Zukunft. Es gehe immer darum, die vorhandenen Ressourcen für eine Region sinnvoll einzusetzen. "Wenn alle an einem Strang ziehen, lässt sich für eine Region mehr erreichen." Perzl zeigte sich von der Aufbruchsstimmung im Landkreis fasziniert und betonte, dass die Schere zwischen Stadt und Land nicht noch weiter auseinandergehen dürfe.

"Wir bringen die Projekte und die Personen zusammen", sagte Dr. Peter Leiner und dankte ausdrücklich IKOM-Geschäftsführer Wolfgang Kaiser für seine Arbeit. Das Integrierte Ländliche Entwicklungskonzept (ILEK), werde die Hauptgrundlage sein. In der IKOM Stiftland sind 36 000 Menschen zu Hause. Dr. Leiner betonte, "wir werden die Stärken des Stiftlandes herausarbeiten, gemeinsame Ziele definieren und Förderprogramme vorlegen." Wichtig nannte er in diesem Zusammenhang die regelmäßige Abstimmung über Projekte. Helfen werden i Regionalkonferenzen.

Landlust


Professor Dr. Hermann Brenner nannte es wichtig, dass in der Region die Lust an der Landlust nicht verloren geht. Der Landschaftsarchitekt positionierte sich gegen eine Versiegelung der Landschaft. "Alleine in Bayern wird täglich eine Fläche von etwa 20 Fußballfeldern versiegelt, dies darf hier nicht passieren. Diese Landschaft ist einfach klasse." Dank zollte er den Landwirten. Sie prägten diese herrliche Landschaft. "Aufpassen müssen wir aber, dass die landwirtschaftlichen Flächen nicht noch großflächiger werden", sprach er sich eher für kleinere Strukturen aus. "Die Landwirtschaft darf nicht ihre Identität verlieren."

Wenn alle an einem Strang ziehen, lässt sich für eine Region mehr erreichen.Willibald Perzl
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