Umfangreiche Bilanz des Jugendrats
Wunsch nach Gemeindemobil

Ein gemeinsames Fest mit der Arbeiterwohlfahrt will der Mitterteicher Jugendrat im kommenden Jahr auf dem "Fit- und Fun"-Gelände veranstalten. Bild: lnz
Politik
Mitterteich
13.07.2015
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Nur eineinviertel Jahre nach seiner Gründung kann der Mitterteicher Jugendrat bereits eine umfangreiche Bilanz vorweisen. 1. Sprecher Fabian Weinberger lieferte im Stadtrat einen Rückblick, ging auf geplante Aktionen ein und warb für die Anschaffung eines Gemeindemobils.

Bürgermeister Roland Grillmeier richtete zunächst ein großes Lob an den Jugendrat: "Ich danke euch für die engagierte Arbeit. Es ist gelungen, viele Leute mit einzubinden." Dabei würdigte er auch den Einsatz der Jugendbeauftragten Reiner Summer und Johannes Schaumberger: "Sie treiben das hervorragend mit voran", so Grillmeier.

Florian Weinberger, der bei seinem Vortrag auf eine von Rainer Schnurrer erstellte Präsentation zurückgriff, dankte für die Möglichkeit, im Stadtrat berichten zu dürfen und verwies auf die Funktion des Jugendrats als Sprachrohr für die jungen Leute der Stadt und aller Ortsteile. Zudem sei das Gremium als Bindeglied zwischen den Vereinen zu sehen. "Jeder Verein hat das Recht, einen Jugendlichen in den Rat zu entsenden", erklärte Weinberger.

Der Sprecher erinnerte an eine Aufräumaktion im "Teedipfl", einen Cocktail-Abend mit der AWO im Mehrgenerationenhaus und die von Reiner Summer federführend organisierte Berlin-Fahrt, die sehr gut angekommen sei. Regelmäßig würden Betriebe und Vereine besucht. "Wir versuchen, fast jeden Monat eine Besichtigung durchzuführen."

Wenige Rückmeldungen

Bedauerlich fand Weinberger, dass ein vom Jugendrat angedachter Sporttag heuer nicht zustande kommt. "Dabei hätten sich alle Sportvereine präsentieren können, und zwar nicht nur vor Jugendlichen." Der Jugendrat habe alle Vereine der Stadt angeschrieben, aber nur vier Rückmeldungen erhalten. Mehr Zuspruch erhofft er sich für ein anderes Projekt: "Mit der AWO haben wir ein gemeinsames Fest ins Auge gefasst." Dieses soll 2016 auf dem "Fit- und Fun"-Gelände stattfinden.

Spielplatz-Bewertung

Intensiv befasse sich der Jugendrat mit dem Thema Jugendtreff. Zum einen soll das "Teedipfl" neu belebt werden, wobei aber die bekannten Nachteile wie die Lärm-Problematik, die direkte Lage an einer Durchgangsstraße und die beengten Raumverhältnisse weiter bestünden. Zum anderen gebe es den Wunsch einiger Jugendlicher nach einem alternativen Treffpunkt (wir berichteten). Verwirklichen will der Jugendrat eine interaktive Stadtkarte für junge Leute und Familien. Darin sollen sämtliche Freizeitmöglichkeiten und andere Punkte von Interesse verzeichnet sein. Zudem bietet das Gremium Kindern im Zuge des diesjährigen Ferienprogramms die Gelegenheit, die örtlichen Spielplätze zu bewerten.

Ein Anliegen des Jugendrats sei nicht zuletzt ein Gemeindemobil, wie es etwa der Markt Wiesau angeschafft hat. "Nur die größeren Vereine haben eigene Busse, die kleinen sind auf Mietautos angewiesen", gab Fabian Weinberger zu bedenken. Bürgermeister Grillmeier versprach, die Anschaffung eines Gemeindemobils zu prüfen. "Bei der Vereinsvorsitzenden-Versammlung werden wir sehen, wie groß die Resonanz ist." Nur im Verbund mit den Vereinen sei dies machbar. Eine Entscheidung könnte im Herbst fallen. Lobenswert fand der Bürgermeister die Aktion zur Bewertung der Spielplätze.

CSU-Sprecher Josef Schwägerl fragte nach der Möglichkeit, das "Teedipfl" und den "Fit- und Fun"-Park stärker miteinander zu verbinden. Daraufhin kam der Hinweis auf die Satzung und begrenzte Nutzungszeiten, worauf Reiner Summer Ausnahmegenehmigungen wie beispielsweise am Wiesauer Kipp-Weiher ins Gespräch brachte. Bürgermeister Grillmeier erinnerte daran, dass kein Grillplatz vorhanden sei. Dazu ließe sich eine kleine Fläche pflastern, bemerkte Hauptverwaltungsleiter Klaus Schüßler.

Zum Thema Jugend-Treffpunkt außerhalb der Innenstadt teilte Reiner Summer mit, dass die beteiligten Jugendlichen bald ausgearbeitete Regeln vorlegen und drei Verantwortliche benennen würden. Luitgard Müller (CSU) warb dafür, die Idee zur Organisation eines Sporttags in der Zukunft noch einmal aufzugreifen. Ein solcher "Tag der offenen Tür der Vereine" könnte helfen, Interessierten die Hemmschwelle zu nehmen.
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