Wer zahlt für den Heimatufen
Notfalls springt der Bezirk ein

Politik
Mitterteich
02.11.2016
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Wer zahlt für den Heimaufenthalt ? Das war eine der brennenden Fragen beim Vortragsabend des Seniorenbeirats.

"Keinem Kind wird das Wohnhaus weggenommen, wenn die Eltern ins Heim müssen", beruhigte Referentin Brigitte Scharf ihre Zuhörer im Mehrgenerationenhaus. Viele Heimbewohner hätten nicht das notwendige Geld für die monatlichen Kosten für den Heimaufenthalt. Reicht dafür die eigene Rente oder das angesparte Vermögen nicht aus, so seien leibliche Kinder unterhaltspflichtig, erklärte Scharf.

Verwertbares Vermögen


Im konkreten Fall seien sie dann auch verpflichtet, ihre finanziellen Verhältnisse offenzulegen. Dabei wäre es auch von Bedeutung, ob das Kind ein eigenes Haus besitzt oder zur Miete wohnt. Das verwertbare Vermögen werde genau ermittelt. Auch müsse ein Nachweis über verschenkte Vermögenswerte in den zurückliegenden zehn Jahren vorgelegt werden. "Es bringt nichts, noch schnell Geld vom Sparguthaben abzuheben", warnte Scharf der Pressemitteilung zufolge. "Das muss wieder zurückgezahlt werden". Ein Kind dürfe wegen des Heimaufenthalt der Eltern nicht zum Sozialfall werden, deshalb dürfe es ein Schonvermögen haben. Der Bezirk übernimmt die notwendigen Heimkosten, soweit die Kinder keinen Unterhalt zahlen könnten. Im Anschluss musste Brigitte Scharf viele Fragen beantworten. Seniorenbeiratsvorsitzende Anja Dubrowski bedankte sich mit einem Blumenpräsent bei der Referentin.
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