Fußball Landesliga Mitte
Dünner Kader und wenig Tore

Frantisek Nedbaly (links) war in der vergangenen Saison mit zwölf Treffern der beste Torschütze des SV Mitterteich. Wegen einer schweren Verletzung wird der Tscheche im Spieljahr 2016/17 wahrscheinlich nicht mehr zur Verfügung stehen. Bild: Gebert
Sport
Mitterteich
02.06.2016
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Der SV Mitterteich ist gerade noch einmal mit einem blauen Auge davongekommen. Erst am vorletzten Spieltag sicherten sich die Stiftländer mit einem 3:1-Sieg über den FC Tegernheim den Klassenerhalt in der Landesliga Mitte. Ein großes Problem war der dünne Kader.

Schon vor Saisonbeginn hatte Trainer Reinhold Schlecht auf eine extrem schwierige Spielzeit hingewiesen. Den Hauptgrund dafür sah er im arg begrenzten Kader. Deshalb startete die Mannschaft - immer wieder durch Urlauber und Studenten dezimiert - äußerst schwach in die Saison 2015/16. Bis Anfang September war die Ausbeute nur zwei Siege, drei Remis und fünf Niederlagen. "Nur gut, dass die Mannschaft in der Rückrunde eine Serie von sieben ungeschlagenen Spielen hingelegt hat", blickt Schlecht auf eine nervenaufreibende Saison zurück.

Nur 36 Tore in 34 Spielen


Zu den Personalsorgen gesellte sich eine unübersehbare Abschlussschwäche. Mit nur 36 Treffern in 34 Spielen stellte der SVM die dritt-schlechteste Offensive der Liga. Lediglich die Absteiger TV Schierling und ATSV Kelheim (je 32) waren noch schwächer. Der später schwerverletzte Tscheche Frantisek Nedbaly traf in 21 Spielen 12 Mal in Schwarze. Stefan Meisel brachte es nach langer Verletzungspause von fast eineinhalb Jahren in 13 Begegnungen auf 6 Tore. "Gerade ihm merkte man zum Ende der Saison an, dass er körperlich am Limit war", nimmt Schlecht seinen Torjäger in Schutz.

Eigentlich schien nach der Erfolgsserie im April der Klassenerhalt schon in trockenen Tüchern zu sein. Dann aber gab es einen Einbruch, der das Team wieder in Abstiegsnöte brachte. Nach drei Niederlagen und einem Remis griff Schlecht zu einer seltenen Maßnahme. Zwei Runden vor Saisonschluss legte er sein Amt nieder. "Ich wollte damit noch einmal einen Reiz setzen. Wenn es schiefgegangen wäre, hätte ich vermutlich eins auf die Schnauze bekommen." Doch so zündete laut Nachfolger Sascha Haberkorn "die letzte Patrone zu einem versöhnlichen Abschluss".

Heilfroh war Vorsitzender Roland Eckert über den Klassenerhalt. "Aufgrund unseres begrenzten Kaders wussten wir um die Schwere der Aufgabe. Die Saison war geprägt von vielen unangenehmen Dingen und verlief ganz und gar nicht optimal. Aber die Mannschaft steckte alles weg und bewies Charakter. Im April sah man den Willen, die Liga zu halten."

Die Planungen für die neue Saison laufen bereits auf Hochtouren. Schon lange steht fest, dass Andreas Lang den scheidenden Coach Reinhold Schlecht beerbt. "Er ist in die Kaderplanungen eingebunden. Im Rahmen unserer finanziellen Möglichkeiten versuchen wir erneut, eine Landesliga taugliche Truppe auf die Beine zu stellen. Dabei richtet sich unser Hauptaugenmerk auf talentierte Spieler aus der näheren Umgebung", erklärte Eckert. Ob Frantisek Nedbaly nach seiner schweren Verletzung noch einmal die Stiefel schnürt, sei eher unwahrscheinlich.

SVM will in Nordost-Staffel


Beim Bayerischen Fußballverband hat der Vorsitzende übrigens den Antrag gestellt, in die Landesliga Nordost zu wechseln.
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