Fußball Landesliga Nordost
Schock nach wenigen Sekunden

Während die Selbitzer ihren zweiten Treffer bejubeln, kniet Marc Müller enttäuscht auf dem Rasen: Der SV Mitterteich verlor am Samstag das Auftaktspiel der neuen Landesliga-Saison gegen die SpVgg Selbitz mit 1:3. Bild: Gebert
Sport
Mitterteich
18.07.2016
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Nach der positiv verlaufenen Vorbereitung hofften beim SV Mitterteich alle auf einen erfolgreichen Start. Doch am Samstag beim 1:3 gegen die SpVgg Selbitz lief alles schief, was nur schief laufen kann: eine frühe Verletzung, eine unnötige Gelb-Rote Karte, eine Abseitsstellung vor dem 1:2 und Fehler bei den anderen Gegentoren.

Die bestenfalls mittelmäßige Landesliga-Partie begann für die Gastgeber mit einem Schock. Bereits nach wenigen Sekunden zog sich Neuzugang Marcel Walek ohne Verschulden eines Gegenspielers eine schwere Verletzung zu. Der 19- Jährige verdrehte sich das Knie und musste ins Krankenhaus eingeliefert werden. Die erste Verdachtsdiagnose lautet Sehnenriss im Unterschenkel, doch ein Kreuzbandriss im Knie ist nicht ausgeschlossen. "Fest steht bisher nur, dass nichts gebrochen ist. Genaues wissen wir aber erst nach dem MRT", sagte Vorsitzender Roland Eckert. "Das ist bitter für Marcel und für uns", erklärte Trainer Andreas Lang in der Pressekonferenz.

Führung durch Müller


Für Pechvogel Walek kam Simon Hecht ins Spiel. Die Gastgeber steckten den Rückschlag schnell weg und boten dem Favoriten in der vom Kampf geprägten Partie Paroli. Allerdings spielte sich das Geschehen weitgehend zwischen den Strafräumen ab, Torszenen hatten Seltenheitswert. "Es war von beiden Seiten kein gutes Spiel mit vielen Fehlpässen. Gefahr gab es nur bei Standards und aus dem Getümmel heraus", analysierte der Selbitzer Coach Henrik Schödel. Nach einer Hereingabe von der rechten Seite ging der SV Mitterteich in Führung (20.). Marc Müller, der ebenso wie Jakub Ryba nach überstandener Verletzung von Beginn an auflief, setzte sich im Strafraum durch und schoss zum 1:0 ein. Die Freude währte aber nicht lange: Nach einer unglücklichen Abwehr von SVM-Torwart Tobias Eckert markierte Marco Bernegg den Ausgleich (22.). Bis zur Pause waren die Mitterteicher etwas gefährlicher, wobei aber viele Angriffsaktionen dem Zufall überlassen waren.

Gelb-Rot für Hecht


Nach dem Seitenwechsel setzte sich das Mittelfeldgeplänkel fort, beide Teams neutralisierten sich. "Wir hatten die Partie im Griff, bis zur dummen Gelb-Roten Karte." SVM-Coach Andreas Lang ärgerte sich über das unnötige Foul von Simon Hecht nahe der Mittellinie (65.). Ab diesem Zeitpunkt gewann Selbitz die Oberhand, ohne jedoch gefährlich zu werden - bis zur 80. Minute, in der Thomas Mallik zum 1:2 einschoss. "Das war die einzige herausgespielte Torchance im ganzen Spiel", meinte Gästetrainer Schödel. Allerdings übersah das Schiedsrichtergespann, dass der Vorbereiter "deutlich im Abseits" stand, wie Lang feststellte.

Die Stiftländer bemühten sich in der verbleibenden Zeit um den Ausgleich. Doch in der Offensive fehlte der verletzte Torjäger Stefan Meisel als wichtige Anspielstation. Mehr als ein Freistoß von Matthias Männl, den Gästekeeper Mario Möschwitzer mit Mühe parierte, sprang nicht heraus. Auf der Gegenseite nutzte André Keilwerth einen Fauxpas von Daniel Stich zur Entscheidung (87.). Er nahm Stich den Ball ab und überwand den weit vor seinem Kasten postierten Tobias Eckert mit einem Lupfer aus 40 Metern.

Schödel sprach nach dem Spiel von einem "glücklichen Sieg", Lang will die Niederlage schnell abhaken: "Wir müssen nach vorne schauen, auch wenn es alles andere als ein Start nach Maß war. Wir brauchen jetzt ein Erfolgserlebnis. Am Besten schon am Mittwoch in Röslau."
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