Fußball
Mitterteicher Doppelschlag

Der SV Mitterteich feierte am Mittwoch im Derby beim FC Vorwärts Röslau einen verdienten 2:1-Erfolg. In der Schlussphase hätte Manuel Dürbeck (rechts) sogar noch auf 3:1 erhöhen können. Bild: Gebert
Sport
Mitterteich
21.07.2016
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Erster Saisonsieg für den SV Mitterteich: Die Stiftländer gewannen am Mittwochabend das Derby beim FC Vorwärts Röslau verdient mit 2:1. Nach dem unglücklichen Pausenrückstand sorgten Mauricio Göhlert und Matthias Männl mit einem Doppelschlag innerhalb von knapp zwei Minuten für die Wende.

Röslau. Nach der 1:3-Auftaktniederlage gegen die SpVgg Selbitz stand der SV Mitterteich am Mittwoch "Auf der Hut" in Röslau schon etwas unter Druck. Dementsprechend groß war nach dem Match die Erleichterung und die Freude bei Trainer Andreas Lang und seinen kämpferisch überzeugenden Spielern. "Wir haben verdient gewonnen, das sind drei ganz wichtige Punkte", sagte der Mitterteich Coach.

Patzer von Keeper Göhlert


Obwohl der SV Mitterteich das Spiel in der ersten Halbzeit kontrollierte, sah es nach 45 Minuten nicht nach einem Erfolg aus. "Röslau hatte keine Torchance, führte aber mit 1:0", stellte Lang fest. Der Treffer von Adam Heller (32. Minute) resultierte aus einem bösen Schnitzer des dritten Torhüters Justin Göhlert, der die etatmäßigen Keeper Fabian Scharnagl (verletzt) und Tobias Eckert (beruflich verhindert) vertrat. Der Treffer zeigte Wirkung bei Göhlert, denn wenige Sekunden später hätte nach einem schlampigen Abspiel von ihm sogar das 2:0 fallen können.

Das wäre aber des Guten zu viel gewesen, denn außer in diesen beiden Situationen hatten die Mitterteicher das Geschehen im Griff. "Wir waren überlegen, hatten Zugriff zum Gegner, aber die Konsequenz nach vorne hat gefehlt", sagte Lang. Die beste Gelegenheit besaß Johannes Heidel schon nach vier Minuten. Heidel lief in halbrechter Position allein in den Strafraum, doch FCV-Torwart Sebastian Blechschmidt pflückte ihm das Leder von Fuß. Bei zwei weiteren guten Angriffen kam jeweils der letzte Pass nicht an.

Traumtor von Männl


"In der Halbzeit habe ich den Jungs gesagt: Das lassen wir nicht auf uns sitzen, wir fahren hier nicht mit leeren heim. Wir wollen zeigen, dass wir auch ohne etatmäßigen Stürmer gefährlich sein können", erklärte Lang die Marschroute für die zweiten 45 Minuten. Gesagt, getan! Die Stiftländer forcierten die Offensivbemühungen und wurden belohnt. Nach einer Ecke ging Mauricio Göhlert im Strafraum energisch zum Ball und schoss zum 1:1 ein (57.). Und keine zwei Minuten später war die Wende perfekt. "Ich habe gesehen, dass der Torwart zu weit vor seinem Kasten steht", beschrieb Torschütze Matthias Männl die Situation in der 59. Minute. Männl zog aus 25 Metern ab und erzielte mit einem Traumtor das 2:1.

Nach diesem Treffer kam etwas Hektik in die Partie, Fouls und Nickligkeiten häuften sich. Schiedsrichter Markus Görtler zückte in der letzten halben Stunde vier der insgesamt sechs Gelben Karten. Röslau drängte zwar mit Macht auf den Ausgleich, doch aus dem Spiel heraus sorgten die Oberfranken kaum für Gefahr. Die beste Gelegenheit war ein Freistoß, den Göhlert parierte. Auf der Gegenseite versäumten es die Mitterteicher, bei einigen guten Konterchancen den Sack frühzeitig zuzumachen.
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