Fußball
SV Mitterteich: Probleme in der Offensive

Reinhold Schlecht wirkt nachdenklich: Der Trainer des SV Mitterteich weiß, dass zum Ende seiner fünfjährigen Amtszeit eine schwere Aufgabe auf ihn wartet. Die Stiftländer stecken in der Landesliga Mitte mitten im Abstiegskampf. Bild: Gebert
Sport
Mitterteich
09.03.2016
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Mit einer Woche Verspätung startet der SV Mitterteich am Samstag in die Restrunde der Landesliga Mitte. Die Stiftländer brauchen noch einige Punkte, um den Klassenerhalt unter Dach und Fach zu bringen.

Das Restprogramm in der Landesliga Mitte hätte für den SV Mitterteich (13. Platz/25 Punkte) am vergangenen Samstag mit dem Heimspiel gegen den Tabellenzweiten FC Bad Kötzting beginnen sollen, aber daraus wurde es nichts. "Der Platz war in einem katastrophalen Zustand, an ein Punktspiel war nicht zu denken", sagt Trainer Reinhold Schlecht, der nach fünf erfolgreichen Serien die Stiftländer verlässt. Sein Nachfolger wird Andreas Lang aus Naila. Vor dem Spiel am Samstag beim SV Hutthurm stand Schlecht Rede und Antwort.

Herr Schlecht, wie schätzen Sie die Chancen ein, dass der SV Mitterteich auch nächste Saison in der Landesliga spielt?

Reinhold Schlecht: Ich habe schon vor Saisonbeginn vor zu viel Euphorie gewarnt. Wir stehen vor einer schweren Aufgabe, müssen uns voll auf den Klassenerhalt konzentrieren und dürfen auch den Relegationsplatz nicht aus den Augen verlieren. Personell sind wir für die restlichen Partien nicht auf Rosen gebettet.

Sind Sie mit der Vorbereitung zufrieden?

Schlecht: Eine Landesliga-Vorbereitung schaut anders aus, obwohl bis auf eine Übungseinheit auf unserem Allwetterplatz trainiert werden konnte. Die Teilnehmerzahl hat jedoch Wünsche offen gelassen. Wir trainieren mit zwei Mannschaften mit einem Schnitt von 13 bis 14 Spielern, das ist einfach zu wenig.

Es gab nur einen Sieg, aber es ging zumindest kein Testspiel verloren. Haben Sie neue Erkenntnisse gewonnen?

Schlecht: Nach fünf Serien beim SV Mitterteich gibt es keine neuen Erkenntnisse zu gewinnen. Ich kenne die Stärken und Schwächen der einzelnen Spieler bestens. Einsatz und Engagement waren in Ordnung, nach vorne gibt es aber leider die Note ungenügend. Es wurden viel zu wenig Chancen herausgespielt. Aus fünf Spielen drei Treffer - zwei Elfmeter und ein Zufallstor - sind einfach zu wenig. Das Highlight der Vorbereitung war das Match beim Bayernligisten Burglengenfeld. In diesem Duell waren wir dem Sieg näher als der hochgehandelte Gastgeber.

Personell sieht es alles andere als gut aus ...

Schlecht: Frantisek Nedbaly konnte nur zehn Minuten trainieren. Matthias Männl hat sich eine Achillessehnenverletzung eingefangen und fällt genauso aus wie Daniel Stich und Manuel Dürbeck. Nicht mehr dabei sind bekanntlich Michael Stilp und Ralf Jakob, die sich Ligakonkurrenten angeschlossen haben. Wir haben einen stark geschrumpften Kader mit 13 oder 14 Spielern und dabei hat das Restprogramm noch gar nicht begonnen.

Am Samstag um 16 Uhr wartet die Aufgabe beim SV Hutthurm, der zuletzt in Lam mit 4:0 gewonnen hat. Wie sind Ihre Erwartungen?

Schlecht: Hutthurm hat eine der besten Mannschaften der Liga, ist zweikampfstark und spielt körperbetont. Außerdem sind die Niederbayern technisch und taktisch sehr gut. Ferner haben sie mit Torjäger Benjamin Neunteufel eine Art Lebensversicherung in ihren Reihen. Wir haben mit Nedbaly zwar auch einen Torjäger, aber der ist verletzt. Ich erwarte ein äußerst schweres Spiel. In der Vorrunde gab es ein 2:2, vielleicht gelingt uns erneut ein solches Resultat.
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