Mitterteicher 2:0 gegen SpVgg Bayreuth II
Silberstreif am Landesliga-Horizont

"Das war der Dosenöffner." So bezeichnete Mitterteichs Trainer Andreas Lang das 1:0 seines Schützlings Michael Drechsler (links) gegen die Regionalliga-Reserve der SpVgg Bayreuth. Bild: Schrems
Sport
Mitterteich
07.05.2017
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Balsam für die geschundene Mitterteicher Seele: Mit einem 2:0-Heimsieg gegen den direkten Abstiegskonkurrenten SpVgg Bayreuth II verschaffen sich die Stiftländer etwas Luft im Tabellenkeller der Landesliga Nordost. Entwarnung ist aber noch nicht in Sicht.

Der SV Mitterteich darf kräftig durchschnaufen, mehr aber auch nicht. Im Kellerduell der Landesliga Nordost kamen die Stiftländer gegen den Mitkonkurrenten SpVgg Bayreuth II zu einem eminent wichtigen und aufgrund der zweiten Halbzeit hochverdienten 2:0-Erfolg. Trotz des Sieges bleibt die Situation für die Truppe des sichtlich erleichterten SV-Trainers Andreas Lang kritisch.

Vom Anpfiff weg sahen die Zuschauer den erwarteten Abstiegskampf. Den besseren Start erwischten die Gäste, die irgendwie frischer und agiler wirkten. "Wir waren im ersten Abschnitt einfach nicht präsent", rügte SV-Coach Andreas Lang seine Truppe. "Bayreuth bestimmte das Geschehen, wir waren zum Reagieren verdammt. Das sollte auf heimischen Gelände einfach nicht passieren."

Gäste besser


Torchancen aus dem Spiel heraus erarbeiteten sich die Gäste jedoch nicht. Wenn Gefahr drohte, dann nur nach Standards. Schon nach zwölf Minuten segelte ein Freistoß nur knapp über die Latte. Kurz darauf stand Kaan Gezer völlig frei nach einer Ecke vor dem Tor, verfehlte das Leder aber knapp. Aller guten Dinge sind drei: Ein erneuter Freistoß der Bayreuther Reserve fand Hannes Küffner am langen Eck, der den Kopfball aber ins Aus setzte.

Erst gegen Ende der ersten Halbzeit kamen die Hausherren zu zwei Möglichkeiten. Manuel Dürbeck verfehlte eine Freistoß-Hereingabe nur knapp. Die erste Chance aus dem Spiel heraus vergab Matthias Männl, der bei seinem Schuss jedoch zu sehr in Rücklage geriet und das Leder über den Kasten donnerte. Mächtig strecken musste sich Gästekeeper Fabio Kormann, als sich eine von Daniel Stich gedachte Flanke gefährlich dem Tor näherte.

Die zweite Halbzeit begann mit einer Druckphase der "Altstädter". Fast 20 Minuten sahen sich die Hausherren in die Defensive gedrängt, verhinderten nur mit viel Glück und Geschick einen Gegentreffer. Wie aus dem Nichts gelang die Führung für die Stiftländer, die den Spielverlauf zu diesem Zeitpunkt auf den Kopf stellte. Mit der Brust nahm Michael Drechsler ein Zuspiel auf und zirkelte den Ball unhaltbar aus elf Meter ins Netz. "Das war der Dosenöffner", freute sich SV-Coach Andreas Lang. In der Folgezeit tauchten die Hausherren mit Kontern immer wieder gefährlich vor dem gegnerischen Gehäuse auf. Einen katastrophalen Abwehrfehler nutzte der unermüdlich rackernde Jakub Ryba zur Vorentscheidung. Alleine vor SpVgg-Torwart Fabio Kormann behielt der Tscheche die Nerven und krönte seine hervorragende Leistung.

Scharnagl reflexartig


Aber die Gäste gaben sich nicht geschlagen. Zunächst hielt SV-Torwart Fabian Scharnagl die Null, als er aus kurzer Distanz reflexartig die Hand dazwischen brachte. Glück allerdings hatte er nach einem Schuss von Ertac Tonka, der kurz vor dem Schlusspfiff an das Lattenkreuz krachte. "Aufgrund der enormen Leistungssteigerung nach dem Wechsel geht der dreckige Sieg vollauf in Ordnung. Die Mannschaft zeigte Leidenschaft und wurde endlich für ihre Bemühungen belohnt."

Das war der Dosenöffner.Mitterteichs Trainer Andreas Lang über das 1:0
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