Abschied mit Wehmut

Wehmut lag in der Luft, als Kaplan Andreas Schinko (Dritter von rechts) am Samstagabend offiziell verabschiedet wurde. Näher vorgestellt wurde dessen Nachfolger Florian Weindler (Dritter von links). Viel Lob und Anerkennung gab es für die beiden jungen Priester von Bürgermeister Roland Grillmeier und dem evangelischen Pfarrer Martin Schlenk (von links), von Stadtpfarrer Anton Witt (Mitte) sowie von Pfarrgemeinderatssprecherin Helga Weiß und Wolfgang Hecht von der Kirchenverwaltung (von rechts). Bild: jr
Vermischtes
Mitterteich
18.10.2016
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Voll besetzt war das Josefsheim beim Pfarrfamilienabend am Samstag. Das bunte Programm erstreckte sich über mehrere Stunden. Bild: jr

Über mehrere Stunden hinweg erstreckte sich das bunte Programm eines Pfarrfamilienabends im voll besetzten Josefsheim. Wehmut lag in der Luft, als der beliebte Kaplan Andreas Schinko offiziell verabschiedet wurde.

Zunächst feierten die Gläubigen einen Gottesdienst in der Stadtpfarrkirche, wobei sich Kaplan Andreas Schinko als Hauptzelebrant und Prediger von den Mitterteichern verabschiedete. Im Anschluss ging es ins Josefsheim, wo mit einem abendfüllenden Programm auch Kirchweih gefeiert wurde.

Neuer Pächter gesucht


Zunächst stellte sich der aus Nittenau stammende Florian Weindler näher vor, der seit Anfang September als Kaplan in der Pfarrei tätig ist. Im Anschluss richtete Wolfgang Hecht im Namen der Kirchenverwaltung Dankesworte an Kaplan Andreas Schinko, der nach Landshut wechselte. "Wenn einer mit Ihnen nicht zurechtkommt, dann liegt es mit Sicherheit nicht an Ihnen", betonte Hecht. Weiter informierte er, dass sich Josef Batz zum 31. Dezember als Pächter des Josefsheims zurückziehen werde. Zum Jahresbeginn 2017 wird ein Nachfolger gesucht. Die Kirchenverwaltung müsse die Entscheidung akzeptieren. "Wir danken Herrn Batz, er brachte wieder Schwung in unser Josefsheim."

Pfarrgemeinderatssprecherin Helga Weiß gab einen Rückblick in Wort und Bild auf das Kirchenjahr, wobei sie auch das Jubiläum "10 Jahre Stadtpfarrer Anton Witt" (eigener Bericht) beleuchtete. Nach der Pause ging es weiter mit einem Auftritt der Gruppe "Omnis" und einem Sketch der Ministranten und des Frauenbundes. Danach ergriff Stadtpfarrer Anton Witt das Wort und lobte Kaplan Florian Weindler, der mit seiner Ausbildung bei den Regensburger Domspatzen und seiner Erfahrung in der Kolpingsfamilie viele Voraussetzungen für seine Aufgaben vor Ort mitbringe. "Ich bin überzeugt, er wird so manch gute Idee in seine Arbeit bei uns einbringen."

Ins Herz geschlossen


Pfarrer Witt richtete dann sehr persönliche Worte an Kaplan Andreas Schinko: "Du warst sehr jung, als du zu uns gekommen bist. Trotz deiner Jugend hast du die Menschen mit deiner frohen, offenen und selbstbewussten Art schnell gewonnen. Ganz besonders haben dich die Kinder in ihr Herz geschlossen." Seine Gottesdienste und Predigten hätten die Menschen überzeugt, "weil du mit wenigen verständlichen Sätzen das Wichtige von der Botschaft Jesu herausarbeiten konntest". Andreas Schinko habe seine Arbeit immer ernst genommen - sei es als Jugendseelsorger im Dekanat oder auch als Notfallseelsorger bei der Feuerwehr. "Du hast dir immer viel Zeit für die Menschen genommen, auch für die ältere Generation." Pfarrer Witt betonte anerkennend: "Ich habe mir öfters gedacht, ich könnte dich mit der Pfarrei auch alleine lassen - es würde nichts schief gehen." Erfreut zeigte sich Witt, dass der Kaplan ebenfalls Interesse am benachbarten Böhmen habe. In Erinnerung bleiben werde Schinkos ganz besonders guter Draht zu den Kindern. Dazu erzählte Pfarrer Witt eine Anekdote. So soll ein Schüler gebetet haben: "Unseren täglichen Kaplan gib uns heute." Abschließend bedankte sich Witt mit einem "herzlichen Vergelt's Gott".

Weitere Dankesworte gab es von Pfarrgemeinderatssprecherin Helga Weiß und dem evangelischen Pfarrer Martin Schlenk. Bürgermeister Roland Grillmeier bescheinigte Kaplan Andreas Schinko "ein Stück von Mitterteich" geworden zu sein. Zum Abschied überreichte er ein Bild von Erwin Otte, das die Stadtpfarrkirche zeigt. Der neue Kaplan Florian Weindler bringe beste Voraussetzungen mit - dieser hat Schreiner gelernt, war aktiver Fußballer und Sänger bei den Regensburger Domspatzen. "Das passt zu Mitterteich", sagte Grillmeier und schenkte Weindler ein Buch über Mitterteich. Mit dem Schlusslied "Alle meine Quellen entspringen in dir" endete die mehrstündige Feier.
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