Ärger über kurze Grünphasen

Zahlreiche Beschwerden gab es seit dem barrierefreien Umbau der Ampelanlage und der Fußgängerüberwege wegen zu kurzer Grünphasen für den Verkehr aus der Martin-Zehendner-Straße. Das zuständige Staatliche Bauamt Amberg-Sulzbach hat nun eine Fehlfunktion bestätigt, die aber seit Ende letzter Woche behoben sei. Bild: lnz
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Mitterteich
21.01.2016
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Diese Ampel spielt doch verrückt! Zu diesem Schluss dürften schon viele Autofahrer gekommen sein, die in der Martin-Zehendner-Straße bei Rot an der Kreuzung warten mussten. Inzwischen hat das Staatliche Bauamt aber reagiert.

Gerhard Greim (SPD) brachte das Thema in der jüngsten Stadtratssitzung auf den Tisch, weil er immer wieder Kritik von Bürgern gehört habe. Heftig werde beklagt, dass die Grünphase in der Martin-Zehendner-Straße seit dem Umbau der Anlage viel zu kurz sei. "Wie funktioniert denn diese Ampel?", fragte Greim.

Bürgermeister Roland Grillmeier erwiderte, dass das Staatliche Bauamt Amberg-Sulzbach nach dem Wegfall der Linksabbiegerspur von einer Doppelschaltung auf eine Einzelschaltung umgestellt habe. "Das soll einen zügigeren Ablauf bringen." Weil aber auch bei der Stadt schon Beschwerden eingegangen seien, habe man die Schaltung bei der Behörde moniert.

"Intelligente Ampel"


SPD-Sprecher und Polizeihauptkommissar Johann Brandl wies darauf hin, dass es sich um eine "intelligente Ampel" handele. "Die Schaltung ist auf den Verkehr ausgelegt." Problematisch sei wohl, dass manche Autofahrer von der Martin-Zehendner-Straße her kommend zu zögerlich in die Kreuzung hineinrollten. Auf den Gegenverkehr aus der Marktredwitzer Straße müsse man aber nicht mehr so wie früher achten, denn der habe seit der Umstellung nicht mehr gleichzeitig grün. Auf einen Grün-Pfeil für den Verkehr aus der Martin-Zehendner-Straße sei zur Sicherheit verzichtet worden, weil die Fußgängerampel in der Wiesauer Straße zeitgleich auf Grün schaltet. "Wenn alle zügig fahren, kommen auch mal sechs Fahrzeuge drüber", berichtete Brandl von seinen Beobachtungen. Auch Andreas Kempf (CSU) warf ein, dass man eben immer direkt aufschließen müsse, um ein zu schnelles Umschalten zu verhindern.

Zwei Tage nach der Sitzung teilte Bürgermeister Roland Grillmeier der NT-Redaktion mit, dass das Staatliche Bauamt Amberg-Sulzbach zwischenzeitlich auf die Beschwerde der Stadt reagiert hat.

Mangelhafte Konfiguration


Aus der Stellungnahme der Behörde geht hervor, dass es tatsächlich eine Fehlfunktion der Ampel gegeben habe. Deshalb sei die Freigabezeit für den Verkehr in der Martin-Zehendner-Straße "teilweise nicht ausreichend" gewesen. "Dies war auf eine mangelhafte Konfiguration des dort eingesetzten Radardetektors zurückzuführen", heißt es im Schreiben. Die mit der Ausführung der Maßnahme betraute Firma habe diesen Mangel am Freitag, 15. Januar, behoben.

Die Behörde bat die Stadt Mitterteich abschließend, Rückmeldungen von Verkehrsteilnehmern auch weiterhin an sie weiterzuleiten.
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Christine Damiani aus Mitterteich | 22.01.2016 | 04:55  
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