Annika Scharnagl geht ein Jahr nach Israel
Auf Jesus Spuren wandeln

Annika zeigt ihren Eltern, Martina Lang-Scharnagl und Markus Scharnagl, auf der großen Landkarte, wo sie für ein Jahr wohnen wird. Bild: ubb
Vermischtes
Mitterteich
15.07.2016
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Sie hat es sich gut überlegt und sie tut es trotz aller Gefahren: Annika Scharnagl, 18 Jahre jung und Abiturientin am Stiftland-Gymnasium, geht für ein Jahr nach Israel.

Wenn einer eine Reise tut, dann hat er was zum Erzählen. Bei Annika Scharnagl gilt dieses Sprichwort bereits umgekehrt. Noch bevor sie loszieht gestalten sich die Vorbereitungen für die Abiturientin sehr abenteuerlich. Schließlich ist Annikas Ziel nicht eben um die Ecke und zudem nicht ganz ungefährlich: Sie wird ein Jahr lang in Israel leben, ihr Aufenthaltsort wird in Jerusalem sein und von ihrer Wirkungsstätte aus, dem Schmid-Girls-Collage des deutschen Vereins "Vom Heiligen Land", schaut sie täglich auf das berühmte Damaskustor.

"Schuld" daran, dass Annika diesen ungewöhnlichen Ort für ein freiwilliges soziales Jahr gewählt hat, sind ein wenig auch ihre Eltern. Martina Lang-Scharnagl und Markus Scharnagl waren vor drei Jahren auf Urlaub in Israel. Mit Fotos für drei Bildbände und ungebrochener Begeisterung von diesem Land kehrten sie zurück. Annika hörte sich die Schwärmereien gerne an. Als sie erste Überlegungen anstellte, welches Auslandsjahr sie zwischen Abitur und Studium nehmen soll, fiel ihre Wahl rasch auf Israel. Annika findet dieses Land als Vorbereitung auf ihr Studium "internationale Beziehungen" geradezu ideal. Denn dort lebten viele Kulturen eng beisammen. Und wie ist es mit der Angst? Nein, Angst habe sie keine, schüttelt Annika kräftig ihren Kopf, denn sie dann auch bei der Überzeugungsarbeit für die Eltern durchsetzen konnte.

Annikas Aufgabe im Schmid-Girls-Collage wird es sein, palästinensischen Mädchen von der 1. bis 8. Klasse beim Deutsch lernen zu helfen. "Die Schülerinnen bereiten sich auf ihr Abitur vor, das sogar in Europa anerkannt wird", erzählt Annika begeistert. Sie freut sich sehr auf diese Arbeit.

Israel in guter Erinnerung


Klar, Annikas Eltern waren zuerst schon erschrocken über die Pläne der Tochter. "Aber wir haben unseren Urlaub in Israel in guter Erinnerung. Wir haben uns in Jerusalem sehr sicher gefühlt", erzählt Martina Lang-Scharnagl. Lachend erzählt Martina Lang-Scharnagl, dass sie die Annikas Schule bereits gesehen haben. "Sie ist direkt neben dem berühmten Damaskustor!". Annika wird dort mit den drei Mitstreiterinnen in einer WG wohnen, Kost und Logie werden übernommen, sie bekommt 150 Euro Taschengeld monatlich. Dank der staatlichen Förderung wird das freiwillige soziale Jahr auch nicht allzu teuer kommen. Etwas angespannt, gibt Annika zu, sei sie inzwischen schon wegen der immer näher kommenden Reise. Die 18-Jährige verlässt ihre Eltern das erste Mal, und das für ein ganzes Jahr. Nicht besser geht es Martina Lang-Scharnagl und Markus Scharnagl. Praktischerweise haben die Eltern deshalb schon wieder "vorgebaut". "Die nächste Pfarrgemeindefahrt 2017 führt wieder nach Jordanien und Israel. "Und unser Herr Pfarrer hat den Besuch von Annikas Schule gerne mit ins Programm aufgenommen", freuen sie sich, dass auch ein Treffen während des Jahres gesichert ist.

Am 27. August geht's von Prag aus per Flugzeug los. Annika kann ihren 19. Geburtstag am 19. August noch mit den Freunden daheim feiern und dabei Abschied nehmen.
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