Bauplätze stark gefragt

Allein das trübe November-Wetter ist schuld, dass der neue Erlebnis-Spielplatz im Pleußener Baugebiet Griesäcker derzeit nicht besonders einladend wirkt. Die großzügige Anlage ist weitgehend fertiggestellt, die offizielle Einweihung folgt im Frühjahr. Bild: lnz
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Mitterteich
25.11.2016
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Die Siedlungsfläche in Pleußen könnte schon in naher Zukunft weiter wachsen: Wegen anhaltender Nachfrage nach Bauplätzen erwägt die Stadt Mitterteich eine Vergrößerung des Wohngebiets Griesäcker.

Pleußen/Steinmühle. Bürgermeister Roland Grillmeier berichtete bei der Bürgerversammlung im Sportheim des SV Steinmühle, dass bis zu 15 neue Bauplätze entstehen könnten. Aktuell sind in dem Gebiet noch sieben Grundstücke unbebaut, fünf davon sind aber verkauft bzw. reserviert. Somit stehen Interessenten nur noch zwei Plätze zur Verfügung - und auch im übrigen Dorf sei kein Baugrund mehr erhältlich. Allerdings müsste im Zuge der Griesäcker-Erweiterung eine oberirdische Stromleitung weichen. Diese Ausgaben würden zu den Erschließungskosten hinzukommen und sich entsprechend auf den Quadratmeterpreis auswirken. "Wir müssen das durchrechnen lassen, dann wird der Stadtrat beraten", erklärte Grillmeier. Einen Zeitplan nannte er nicht.

Einweihung im Frühjahr


Weitgehend fertig ist der neue Erlebnis-Spielplatz, der im Zuge des Projekts "Lebens-Mittel-Punkt" im Griesäcker entstanden ist und künftig auch als "Treffpunkt der Generationen" dienen soll. Vor der Einweihung im Frühjahr wird noch ein Pavillon die Spielgeräte ergänzen. Aktuell laufen noch die Arbeiten am neuen Fußweg, der eine bequemere Anbindung ans obere Dorf schaffen soll. "Ein Dank geht an alle, die aktiv mitgeholfen haben", betonte Bürgermeister Grillmeier und lobte die Eigenleistungen der Dorfbewohner. "Das Ergebnis kann sich sehen lassen." Die Investitionen bezifferte Grillmeier auf rund 200 000 Euro, wobei Fördermittel aus dem Dorferneuerungs-Programm rund 65 Prozent der Kosten abdecken. Ein Thema für die Zukunft sei die Schaffung eines zentralen barrierefreien Treffpunkts. Dieser immer wieder geäußerte Wunsch könnte im Zuge eines Umbaus des SV-Heims verwirklicht werden. Laut Grillmeier habe das Amt für Ländliche Entwicklung dafür Mittel in Aussicht gestellt. "Damit wird sich erst einmal der Verein intern befassen", so Grillmeier. Dankesworte richtete er an SV-Vorsitzenden Stephan Andörfer für die jahrelangen mühevollen Vorarbeiten zur Schaffung eines interkommunalen Kunstrasenplatzes (wir berichteten).

Einwohnerzahl stabil


Relativ stabil ist laut Grillmeier die Einwohnerzahl in Pleußen: Diese sei innerhalb von 10 Jahren nur um rund 4 Prozent von 560 auf 542 gefallen. Im Stadtgebiet habe es dagegen einen Rückgang um 8 Prozent gegeben. Aus dem Kreis der knapp 40 Besucher gab es nach dem Vortrag mehrere Anfragen. Friedrich Bergmann wollte wissen, wie es mit dem wenig frequentierten Spielplatz zwischen Siedlungsweg und "Auf der Hut" sowie dem kaum mehr genutzten Bolzplatz östlich des Siedlungswegs weitergehen soll. Bürgermeister Grillmeier erwiderte, dass darüber die Dorfgemeinschaft selbst entscheiden sollte. Stadtrat Bernhard Thoma warf ein, dass man den Bolzplatz auflösen könne, den Spielplatz aber vorerst erhalten sollte. Roman Pritzl pflichtete dem bei und verwies darauf, dass es im Umkreis schon noch Nutzer des Spielplatzes gebe.

Friedrich Bergmann fragte noch nach einer weiteren Möglichkeit, den Kanal im Siedlungsweg zu verbessern. Heuer seien dort wieder Probleme bei starkem Regen aufgetreten. Bürgermeister Grillmeier erinnerte daran, dass man die Schwachstellen beseitigt habe. Jetzt bliebe nur noch ein teurer Komplettaustausch des Kanals übrig. "Und das wäre auch mit Anliegerbeiträgen verbunden."
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