Delegation der Freien Wähler Mitterteich informiert sich über Zintl Agrartechnik
Melkroboter und Kuh-Wellness

Michael und Leonhard Zintl (von rechts) klärten die Besuchergruppe von den Freien Wählern über die Tätigkeitsfelder der Firma Zintl Agrartechnik auf. Bild: exb
Vermischtes
Mitterteich
20.04.2017
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Einblicke in die Firma Zintl Agrartechnik erhielten kürzlich die Freien Wähler Mitterteich. Seniorchef Leonhard Zintl informierte zunächst über die Geschichte des ältesten Hauses in der Vorstadt, das zum Unternehmen gehört. Dort war zunächst eine Schmiedewerkstatt untergebracht, später folgten eine Zoiglstube und ein Metallwarengeschäft, heute dient es als Büro und Lagerraum. In der Werkstatt informierte Leonhard Zintl, dass sich die Firma um Instandhaltung und Reparatur landwirtschaftlicher Geräte und Fahrzeuge aller Art kümmere.

Im Anschluss ging Juniorchef Michael Zintl auf seinen Aufgabenbereich ein. Dazu zählt die Einrichtung moderner Kuhställe - einschließlich der Aufstellung von Milchcontainern mit einem Fassungsvermögen von bis zu 20 000 Litern. Installiert werden Melkroboter und Kälbertränke- Roboter ebenso wie Spaltenroboter, die den Stall sauber halten. Aktuell betreut das Unternehmen 16 Melkroboter im Raum Mitterteich-Kemnath-Weiden, darunter auch Anlagen im Lehr-, Versuchs- und Fachzentrum für Milchwirtschaft Almesbach bei Weiden. Außerdem arbeitet die Firma Zintl für 170 Kunden, die noch auf ältere Technik setzen.

Bei den Ausführungen Michael Zintls zeigten sich die Besucher überrascht vom hohen Technisierungsgrad in modernen Ställen. Ein Melkroboter könne zwischen 62 und 72 Kühe bedienen, wobei die Anschaffungskosten für ein solches Gerät bei rund 160 000 Euro liegen. Die Kühe werden zunächst mit Kraftfutter zum Melken angelockt. Durch einen Transponder, den jede Kuh um den Hals trägt, kann der Roboter feststellen, ob das Tier zum Melken bereit ist. Der Roboter reinigt ferner das Euter und legt die Melknäpfe an, erkennt, ob die Milch in Ordnung ist oder ausgesondert werden muss, zeichnet die Milchleistung der Kühe auf und stellt für jedes Tier das passende Futter zusammen. Weiter wird das Verhalten der Tiere aufgezeichnet und festgehalten - so können etwa Verletzungen erkannt werden.

Automatisierte Tränke


Im weiteren Verlauf des Rundgangs zeigte Michael Zintl den Besuchern auch eine moderne Kälbertränke. Hier werden für jedes Tier, je nach Bedarf, die Milch bzw. das Milchpulver vorbereitet und auf die richtige Temperatur gebracht. Nicht fehlen durfte noch ein Blick auf einen "Wellness-Bereich" für Kühe. Mit drehenden Bürsten werden die Tiere massiert - entsprechend beliebt seien diese Anlagen bei den Kühen, wie Zintl betonte. Angesichts der Vielfalt an Hightech-Geräten werde deutlich, so das Fazit der Gruppe, dass Landwirte großzügig bauen und finanzkräftig sein müssen, um im Wettbewerb überleben zu können. Bei einem abschließenden gemütlichen Beisammensein bedankte sich Ortsvorsitzender Ernst Bayer im Namen der Freien Wähler für die Führung und kündigte an, dass man in naher Zukunft auch einen landwirtschaftlichen Betrieb besuchen werde.
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