Dem Glück auf der Spur

Mit einem flüssigen Geschenk bedankte sich Mehrgenerationenhausleiterin Gudrun Brill bei Dr. Klaus Pünder für seinen kurzweiligen Vortrag. Bild: jr
Vermischtes
Mitterteich
25.02.2016
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Was braucht es, um glücklich zu sein? Antworten auf diese Frage gab jetzt Dr. Klaus Pünder bei einem kurzweiligen Frauenfrühstück im Mehrgenerationenhaus.

"Ich habe schon mehr als 200 Bücher zum Thema Glück gelesen", berichtete der gebürtige Düsseldorfer, der seit mehr als 20 Jahren in Amberg lebt und dort bei der Bundeswehr als Augenarzt tätig ist. Auch selbst hat er bereits zwei Bücher herausgebracht, die er im Rahmen seines Vortrags mit dem Titel "Lebenskunst und Glück" ebenfalls vorstellte.

"Seit 30 Jahren durchforste ich mit nicht nachlassender Begeisterung die Literatur zu dem Thema und komme allmählich zu einem handfesten Fazit. Jeder will glücklich werden, das Leben ist ein Glückslabor. Allerdings gibt es keinen Schlüssel zum Glück, nur einen Schlüsselbund." Dr. Pünder betonte, dass Glück eine "Mischung aus Anstrengung und Gnade" sei und es viele "individuelle Varianten" gebe.

Geld wird überschätzt


Die Deutschen seien nicht allzu glücklich, so Dr. Pünder, ganz im Gegensatz zu Skandinaviern und vor allem den Australiern. "Eine lockere Einstellung zum Glück kann helfen, glücklicher zu sein. Sich auf die kleinen Dinge des Alltags zu konzentrieren, ist sicher von Vorteil." Zu bedenken gab der Referent, dass jemand, der kein Unglück kenne, auch kein Glück kenne. Abwechslung trage zum Glücksempfinden bei - während Geld oder wirtschaftliche Verhältnisse als Glücklichsein-Faktoren überschätzt würden. "Wir sind doch alle money-puliert", so Dr. Pünder. Einen gewissen Wohlstand brauche es natürlich schon. Zum Glück beitragen können ohne Zweifel persönliche Beziehungen. In dieser Hinsicht lägen Glück und Unglück aber nicht weit auseinander. "Eine Ehe ist nicht immer fröhlich, wir müssen da auch durch so manche Konfliktphase. Eine Ehe ist der Turbolader der Persönlichkeitsentwicklung", sagte der Referent. Wichtig in einer Ehe sei der Humor. "Wer keinen Humor hat, darf nicht heiraten."

Als die "Big Five" der Lebenskunst und des Glücks nannte Dr. Pünder "Gold in der Seele", "Optimismus", "Eros und Freundschaft", "30-Stunden-Arbeitswoche" und "Kleinigkeiten". "Glück ist eher das Gefühl des Wachsens und der Lebendigkeit als optimierte Außenbedingungen."

Marktcafé voll besetzt


Für den knapp eineinhalbstündigen Vortrag im voll besetzten Marktcafé des Hauses bedankte sich Einrichtungsleiterin Gudrun Brill im Namen der Arbeiterwohlfahrt mit einem flüssigen Geschenk.
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