Einschränkungen beim Parken in Mitterteich
Zeitlimit gegen Dauerparker

Das Parken entlang des Spielplatzes an der Großensterzer Straße ist künftig zwischen 8 und 18 Uhr nur noch zwei Stunden lang erlaubt. Bild: lnz
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Mitterteich
22.09.2016
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Nach wiederholten Beschwerden von Anwohnern hat die Stadt nun reagiert: Auf einem Teilstück der Großensterzer Straße auf Höhe der Firma Schott und entlang des Spielplatzes gelten künftig Einschränkungen fürs Parken.

Der Bauausschuss stimmte in seiner jüngsten Sitzung mehrheitlich einer Vorlage der Verwaltung zu. Diese sieht vor, dass auf der Schott-Seite im Bereich zwischen der Werkseinfahrt und der Einmündung in die Neue Siedlung sowie entlang des Spielplatzes in der Großensterzer Straße von 8 bis 18 Uhr maximal zwei Stunden lang geparkt werden darf. Ein eingeschränktes Halteverbot gilt künftig in der Großensterzer Straße entlang der Häuserseite zwischen der Einmündung in die Siedlungsstraße und der Einmündung in die Vorstädtische Kleinsiedlung - und ebenso in der Straße Neue Siedlung entlang der Anwesen 62 und 64 und des Spielplatzes.

Parkplatz aufgelöst


Bereits im Juni hatte das Gremium länger über mögliche Maßnahmen diskutiert (wir berichteten). Der Hintergrund sind Klagen von Anwohnern, wonach Dauerparker für Behinderungen und beim Losfahren in der Nacht zusätzlich noch für Lärm sorgen. Bürgermeister Roland Grillmeier machte damals deutlich, dass sich das Problem verstärkt habe, seit eine Parkfläche auf dem angrenzenden Schott-Gelände aufgelöst wurde. Anstatt die offiziellen Parkplätze des Unternehmens in anderen Bereichen zu nutzen, stellten manche Beschäftigte ihre Autos wohl wegen des kürzeren Fußweges entlang der Großensterzer Straße ab, wie der Bürgermeister damals weiter berichtete.

Die nun von der Verwaltung ausgearbeiteten Regelungen seien auch mit der Polizei abgestimmt worden, erklärte Bürgermeister Grillmeier jetzt in der September-Sitzung. Sollte sich kein Erfolg einstellen, könnten die Beschränkungen jederzeit ausgeweitet werden. Falls Dauerparker etwa verstärkt in Seitenstraßen ausweichen, könnte die Stadt Parkausweise für Einwohner einführen, wie es bereits im Juni angeregt worden war.

Eine Gegenstimme


"Ich halte das nicht für zielführend", kommentierte Dr. Achim Nemsow (CSU) den Entwurf der Verwaltung. Erstens treffe man mit diesen Beschränkungen nicht die Arbeiter der Nachtschicht, zweitens werde den Kunden der dortigen Geschäfte das Parken erschwert. Bürgermeister Grillmeier plädierte dafür, es mit diesen Regelungen trotz einiger Bedenken zu versuchen. "Die Schilder kann man ja schnell ändern." Bei der folgenden Abstimmung sprach sich der Bauausschuss mit der Gegenstimme von Dr. Achim Nemsow für die Vorlage der Verwaltung aus.

Eingangs hatte Roland Grillmeier auch über Gespräche mit der Firma Schott informiert. Thema war eine mögliche Schließung des Mitarbeiter-Zugangs an der Großensterzer Straße, wie sie Reiner Summer (CSU) in der Juni-Sitzung ins Gespräch gebracht hatte. Denn ein Ausweichen auf andere Drehkreuze würde auch die Parksituation entspannen, so Summers Überlegung.

"Schott hat geprüft, wer dort rein- und rausgeht. Es hat sich gezeigt, dass viele Fußgänger und Radfahrer dabei waren", erklärte Roland Grillmeier. Fünf bis zehn Leute habe man nicht zuordnen können - dabei könnte es sich um einige der Dauerparker handeln. "Aber wegen maximal zehn Leuten wird Schott nichts am Zugang ändern."
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