Erinnerungen an Schriftsteller Max von der Grün
"Keine Honigjahre"

Vermischtes
Mitterteich
24.02.2016
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Weil er im Mai dieses Jahres seinen 90. Geburtstag hätte feiern können, erinnerte Monika Beer-Helm beim jüngsten "Erzählcafé" im Mehrgenerationenhaus an den Schriftsteller Max von der Grün. Dieser wurde in Bayreuth geboren, als seine Mutter als Dienstmagd bei einem Bauern tätig war. Margarete von der Grün heiratete 1933 den Mitterteicher Albert Mark und war deshalb in Mitterteich als "Mark-Gretl" bekannt. Max von der Grün verbrachte mehrere Jahre seiner Kinder- und Jugendzeit in Mitterteich.

Vor allem über die Zeit von 1946 bis 1951 nach seiner Entlassung aus der amerikanischen Kriegsgefangenschaft schrieb er: "Die Jahre in Mitterteich waren keine Honigjahre." Zunächst war Max von der Grün arbeitslos, dann betätigte er sich als Helfer in der Klosterbibliothek Waldsassen. Später war er als Hilfsarbeiter auf dem Bau tätig, bevor er sich 1951 für den Bergbau im Ruhrgebiet anwerben ließ. Viele Jahre später, als er längst ein berühmter Schriftsteller war, besuchte er die Stadt seiner Jugendzeit. 1980 und 1988 kam er zu Lesungen und Vorträgen nach Mitterteich. Besonders an die Lesung aus dem Jugendbuch "Die Vorstadtkrokodile" erinnern sich viele ehemalige Schüler gerne. Mittlerweile ist dieses Buch mehrfach verfilmt worden, sogar ein Kinohit ist entstanden.

Monika Beer-Helm las aus den Werken "Wie war das eigentlich? Kindheit und Jugend im Dritten Reich" und "Zwei Briefe an Pospischiel" einige Stellen vor, die einen Bezug zu Mitterteich und Umgebung haben. Einige Besucher berichteten, dass sie mit der "Gretl" einst bei Schott-Rohrglas zusammengearbeitet hatten und erzählten noch so manche Anekdote.
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