Frieden wichtiger als Macht

Vor dem Gottesdienst segnete Bischof Moses Prakasam beim Pfarrhof zahlreiche Kinder. Bild: jr
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Mitterteich
04.07.2016
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Es war ein besonderer Festtag in Mitterteich: 94 Kindern aus der Pfarrei St. Jakob sowie den Pfarreien Steinmühle, Leonberg und Pechbrunn spendete Bischof Moses Prakasam am Samstag das Sakrament der Firmung.

Bischof Moses kam erstmals vor 22 Jahren als junger Aushilfspriester und Urlaubsgeistlicher nach Mitterteich. 2002 wurde er zum Bischof geweiht, seit 2004 nimmt er regelmäßig Firmungen in der Diözese Regensburg vor. Während seines diesjährigen Deutschland-Aufenthalts wohnt der 58-Jährige bei Pfarrer Günter Müller in Pfeffenhausen, dem früheren Kaplan in Mitterteich, der am Samstag ebenfalls mit ins Stiftland gekommen war.

Zahlreiche Kinder und ihre Eltern erwarteten den Gast aus Indien beim Pfarrhof. Freundlich lächelnd segnete er die Mädchen und Buben dann einzeln. Bischof Moses, der hervorragend Deutsch spricht, versicherte, dass er seine Anfänge in Mitterteich nie vergessen habe. Der damalige Stadtpfarrer Siegfried Richter war ein Förderer des jungen indischen Geistlichen. Noch heute freut sich Bischof Moses über die kräftige Unterstützung aus der Pfarrei Mitterteich für die Kirche in Indien und die dortigen Kinder und Jugendlichen. Willkommen geheißen wurde der Bischof auch von Bürgermeister Roland Grillmeier. Feierlich zogen die Geistlichen dann in die Stadtpfarrkirche ein, wo der Kirchen- und Kinderchor unter der Leitung von Matthias Schraml für die festliche Umrahmung des Gottesdienstes sorgte. Mit am Altar standen Stadtpfarrer Anton Witt, Pfarrer Dr. Cyprian Anyanwu, Pfarrer Günter Müller und Kaplan Andreas Schinko.

In seiner Predigt betonte Bischof Moses, dass mit der Firmung der Heilige Geist über die Gläubigen komme. "Das soll euer Schlüsselerlebnis werden, welche alle Bereiche eures Lebens betrifft. Wenn der Heilige Geist über euch kommt, dann bezieht es sich auf euer ganzes Leben." Nachdem die Apostel einst den Heiligen Geist empfangen hätten, seien sie in jede Ecke der Welt gezogen und hätten sich nicht mehr versteckt. "Gebt auch ihr ein mutiges Zeugnis für Jesus Christus ab", forderte der Bischof die Jugendlichen auf. Das Sakrament der Firmung mache sie zu vollwertigen Mitgliedern der Kirche. "Christus macht euch durch die Firmung zu seinem Verbündeten. Er gibt euch die Kraft, den Glauben in Wort und Tat zu verbreiten." Bischof Moses mahnte: "Mehr als Wohlstand, Macht und wichtige Positionen brauchen wir heute Frieden und Harmonie in unserem Leben. Das erhalten wir von Gott." Die Firmlinge forderte der Geistliche auf, nicht ängstlich zu sein, sondern Gottes Gaben anzunehmen. "Gott interessiert sich für euch und euer Leben." Abschließend bat Bischof Moses, Ja zu sagen, wenn Gott zu einem geistlichen Beruf rufe. "Haltet euch diese Möglichkeit in eurem Leben offen."
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