Gästezahlen im Aufwind

Vermischtes
Mitterteich
05.02.2016
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Nach einer zwischenzeitlichen Verschnaufpause geht der Mitgliederrückgang bei den Mitterteicher Naturfreunden weiter. Seit 2010 sank deren Zahl von 79 auf derzeit 54. Dafür zeigt der Trend bei Übernachtungen im Naturfreundehaus wieder deutlich nach oben.

Vorsitzender Tobias Markovsky bedankte sich zu Beginn der Jahresversammlung für die gute Zusammenarbeit innerhalb des Vorstandsteams, bevor er auf die Mitgliederentwicklung einging. Wegen der enormen Belastung der wenigen Aktiven könne der Wirtschaftsbetrieb mit Hüttendienst nicht mehr beibehalten werden. Stattdessen soll künftig einmal im Monat ein Treffen im Naturfreundehaus stattfinden.

Gut angekommen seien das Familienfrühstück sowie als Teil des Ferienprogramms der Besuch auf einem Bauernhof. Neben den Sonnwendfeiern sind heuer wieder ein Familienfrühstück sowie ein Literarisches Kaffeekränzchen (17. April) geplant. Bei der Landesversammlung wolle man die immer höheren Abgaben kritisieren. Vorgesehen ist auch eine Aktion zur Mitgliederwerbung.

Hausreferent Reinhold Scheuch betonte, dass die Übernachtungen im Naturfreundehaus zur Haupteinnahmequelle geworden seien. Hier sei weiterhin Engagement gefragt. Nach einem Rückgang der Übernachtungen von 505 auf 327 zwischen 2012 und 2013 ist deren Zahl wieder deutlich angestiegen. Im Jahr 2014 wurden 402 Übernachtungen registriert, 2015 waren es 440. Auch für heuer zeigte sich Scheuch optimistisch. Die Gäste schätzten die günstigen Preise sowie guten Zustand und Sauberkeit der Zimmer. Lob zollte Scheuch Angela Baier, die sich um Reinigung und Buchführung kümmere. Er appellierte an alle Mitglieder, hier mitzuhelfen. Die beste Werbung sei nach wie vor die Mund-zu-Mund-Propaganda.

"Schande für Naturschutz"


Naturkundewart Siegfried Bretschneider berichtete vom Wandel der Natur im Jahresreigen und stellte Veränderungen durch den Klimawandel heraus. Beobachtet habe er in der Umgebung unter anderem Uhu und Haselhuhn: "Eine Seltenheit!" Kritik übte er an den unveränderten Bemühungen zur Erweiterung des Basaltabbaus im Naturschutzgebiet am Teichelberg. Dort seien 230 Jahre alte Bäume, diverse Fledermausarten, Uhu und Wildkatze zu finden. "Eine Schande für den bayerischen Naturschutz!" Nicht zuletzt verwies Bretschneider auf einen gut besuchten Vortrag und die umweltschonende Pflege des Bereichs rund um das Naturfreundehaus. Fleißig in Aktion trete hierbei auch Reiner Happich. Kassiererin Angela Baier zog eine positive Bilanz: "Wir haben gut gewirtschaftet." Dank der Übernachtungen habe der Verein 2015 schwarze Zahlen schreiben können.

Umweltschutz-Referent Erich Tilp informierte in Bezug auf das Atommüllager, dass alles in geregelten Bahnen laufe, man aber unverändert wachsam bleibe. Angelika Müller ergänzte, dass im Lager noch Kapazitäten frei seien. Die Lagerung der Fässer sei extrem teuer. Gerhard Wehner führt nach wie vor regelmäßige Strahlenmessungen durch.

2. Bürgermeister Stefan Grillmeier lobte die Arbeit des Vereins und vor allem das Engagement von Siegfried Bretschneider. Für Anregungen sei man bei der Stadt jederzeit offen. Gemeinsam mit Tobias Markovsky zeichnete Grillmeier Christina Tamke für 25-jährige Mitgliedschaft aus. Anita und Martin Schampera, ebenfalls seit 25 Jahren im Verein, erhalten ihre Treueurkunden nachträglich.
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