Groß und Klein auf Eier-Jagd

Im Duell gegen 2. Bürgermeister Stefan Grillmeier (links) hatte Cheforganisator Willi Schneider diesmal die Nase vorn. Bild: jr
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Mitterteich
28.03.2016
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Revanche geglückt: Beim "Oierhiartn" entschied Cheforganisator Willi Schneider das Duell gegen 2. Bürgermeister Stefan Grillmeier diesmal für sich. Das bunte Spektakel am Stiftländer Heimatbrunnen in Mitterteich lockte wieder viele Besucher aus der Stadt und der Umgebung an.

War es am Karsamstag noch grau und kühl, so herrschten am Ostersonntag Sonnenschein und angenehme Temperaturen. Mehr als 100 Teilnehmer und Schaulustige fanden sich am frühen Nachmittag am Brunnen ein, den Mitglieder des Burschenvereins mit über 800 bunten Eiern geschmückt hatten. Bemalt worden waren die Eier von den Mädchen und Buben der beiden Kindergärten.

Willi Schneider dankte den Burschen und den Kindern für ihren österlichen Einsatz und wünschte allen Besuchern frohe Ostern. Einen Gruß schickte er auf die Kanaren, wo Bürgermeister Roland Grillmeier derzeit Urlaub macht. 2. Bürgermeister Stefan Grillmeier schloss sich den Dankesworten an und würdigte die Pflege dieses Brauchtums. Speziell dankte er Willi Schneider, der jetzt schon seit über vier Jahrzehnten an vorderster Stelle bei dieser Traditionsveranstaltung mitwirkt. "Oh Oa, etz geht's da droa" - mit diesen Worten forderte Willi Schneider den 2. Bürgermeister heraus. "Spitz auf Spitz" und "Ruck auf Ruck" hieß es daraufhin und Schneider kassierte das geschundene Ei seines Gegners.

Nach dem offiziellen Teil duellierten sich Groß und Klein, Alt und Jung. So manch älterer Mitterteicher musste überrascht klein beigeben. "Du machst aus meinem Ei ja einen Eiersalat", bemerkte ein Senior, als ein kleines Mädchen dessen Ei zerdepperte. "Auch wenn ich gewinne, schenke ich mein Ei dem Kind. Ich bringe es einfach nicht übers Herz, ihm sein Ei abzunehmen", sagte Otto Weiß, jahrzehntelanges Mitglied des Burschenvereins und der Feuerwehr. So dachten wohl viele der Erwachsenen. Ohnehin stand der Spaß im Mittelpunkt, die einzelnen Ergebnisse waren eher zweitrangig.

Nach etwa 30 Minuten war das Spektakel wieder vorbei. Nach dem "Oierhiartn" lud die Feuerwehr zum Eiersuchen bei ihrer Hütte ein. "Papa, da gehen wir jetzt noch hin!", lautete die klare Ansage eines Kindes. Zahlreiche Familien dürften der Einladung der Wehr gefolgt sein.
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