Hochbetrieb auf Spielplätzen

Mächtig was los war am späteren Nachmittag im "Fit- und Fun"-Park, wo die Bewertungsaktion mit einem kleinen Fest endete. Bild: jr
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Mitterteich
03.05.2016
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Die Spielplatz-Bewertungsaktion begann am frühen Sonntagnachmittag im Stadtpark Wiendlwiese. Jugendratssprecher Fabian Weinberger (rechts), Jugendbeauftragter Reiner Summer (Vierter von links), Bürgermeister Roland Grillmeier (Fünfter von rechts) und dessen Stellvertreter Stefan Grillmeier (Zweiter von rechts) schickten die Teilnehmer auf die Strecke. Bild: jr

Als Volltreffer erwies sich am Sonntagnachmittag die vom Mitterteicher Jugendrat organisierte Spielplatz-Bewertungsaktion. Viele Kinder und auch zahlreiche Erwachsene zogen eifrig durch die Stadt, so dass am Ende 470 ausgefüllte Bögen zur Auswertung vorlagen.

Anders als vor einer Woche, als winterliche Temperaturen zu einer kurzfristigen Verschiebung der Aktion führten, spielte das Wetter diesmal mit. Es wehte zwar ein frischer Wind, aber davon ließen sich die Teilnehmer nicht stoppen. Los ging das Ganze im Stadtpark Wiendlwiese. Jugendbeauftragter Reiner Summer freute sich, dass sich Kinder und Jugendliche einbringen wollen, um Stärken und Schwächen der örtlichen Spielplätze aufzuzeigen. "Wir wollen wissen, was verbessert werden muss, was bleiben kann und welche Ideen es für die Zukunft gibt", betonte Summer.

Symbolischer Startschuss


Jugendratssprecher Fabian Weinberger ergänzte, dass nach der Auswertung bis Mitte Mai ein detaillierter Spielplatz-Plan vorliegen soll, der dann an den Stadtrat weitergereicht wird. Summer wünschte den Kindern, Jugendlichen und den beteiligten Familien viel Freude und Spaß bei der Tour durch die Stadt. "Ihr macht die Bewertung nicht nur für euch, sondern für alle Kinder und Jugendlichen sowie für die nachfolgende Generation", sagte Summer. Mit einem symbolischen Startschuss schickte er die Teilnehmer dann auf die Strecke.

Erwartet wurden die Teilnehmer auf den einzelnen Spielplätzen von Mitgliedern des Jugendrates. Fabian Weinberger informierte, dass zwei bis drei Leute pro Anlage bereit standen, um beim Ausfüllen der Bögen Hilfestellung zu geben. Pro Anlage gab es elf Fragen zu beantworten. Dabei galt es, Noten von 1 bis 6 zu vergeben. Gefragt wurde etwa nach dem Zustand der Geräte, nach der Sauberkeit der Anlage, der Verkehrssituation und der Barrierefreiheit. Natürlich konnten auch persönliche Bemerkungen hinzugefügt werden.

170 Bögen nachgedruckt


Das Interesse an der Aktion war so groß, dass im Laufe des Nachmittags noch 170 Bögen nachgedruckt werden mussten. Am Ende lagen 470 ausgefüllte Bewertungsbögen auf dem Stapel. Diese wird der Jugendrat in den kommenden Tagen und Wochen auswerten. Das gesammelte Ergebnis soll nicht nur dem Stadtrat als Entscheidungshilfe dienen. Entstehen soll auch ein Nachschlagewerk mit allen örtlichen Freizeitangeboten für Einheimische und Gäste.

Bürgermeister Roland Grillmeier sagte auf Nachfrage, dass der Stadtrat ein jährliches Budget von 10 000 Euro für den Unterhalt der Spielplätze und Neuanschaffungen festgelegt habe. In der jetzt durchgeführten Bewertungsaktion sah er eine neue Grundlage für die Arbeit im Stadtrat.

Zum Abschluss der Bewertungsaktion fand auf dem Gelände des "Fit- und Fun"-Parks ein kleines Fest statt. Der Jugendrat hatte ein Zelt aufgestellt und bot Grillspezialitäten und Getränke an. Erneut war die Nachfrage so groß, dass Bratwurst- und Fleischsemmeln am Ende ausverkauft waren. Im Einsatz waren rund 30 ehrenamtliche Helfer, der Großteil davon Jugendliche unter 16.

Für eine Besonderheit sorgte noch die Arbeiterwohlfahrt. Sie organisierte einen Stand, an dem syrische und ukrainische Familien Kuchenspezialtäten aus ihren Heimatländern sowie Kaffee und Tee anboten. Unterstützung fanden sie bei AWO-Mitarbeiterin Fatima Piontek und Geschäftsführerin Angelika Würner, die am Sonntag übrigens Geburtstag feierte und sich vor Ort über ein gesungenes "Happy Birthday"-Lied freuen durfte.

Erst zu spät fiel auf, dass im Eifer des Gefechts der Spielplatz am Dennerleinplatz vergessen wurde. Reiner Summer kündigte deshalb an, dass dieser berücksichtigt werden soll, wenn auch die Spielplätze auf den Dörfern bewertet werden. Ein Problem gab es noch mit der Stromversorgung, so dass DJ R.S. nicht wie angekündigt heiße Musik auflegen konnte. Dies tat der Stimmung beim Fest aber keinen Abbruch. Während die Erwachsenen das Beisammensein genossen, tobten sich die Kinder auf dem großen Spielplatz aus.
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