Jahr mit Licht und Schatten

Turnusgemäß wählten die Mitterteicher Schützen einen Teil ihres Vorstandsgremiums neu. Im Bild (von links) Gauschützenmeister Manfred Zölch, 2. Bürgermeister Stefan Grillmeier, Klaus Weigl, Ulf Walther, Vorsitzender Wolfgang Friedl, Petra Franke, Ernst Hampel, Christian Schneider, Josef Wurdack, Albert Fischer und Stadtverbandsvorsitzender Peter Haibach. Bild: jr
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Mitterteich
31.03.2016
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Positiv blickt die Königlich privilegierte Schützengesellschaft Mitterteich in die Zukunft: Trotz einiger Rückschläge sieht Schützenmeister Wolfgang Friedl den Verein sportlich und gesellschaftlich wieder auf einem guten Weg - als stabil bezeichnete er auch die finanzielle Lage.

Im Rückblick erinnerte Wolfgang Friedl an den Rückzug von Leistungsträgern bei den Luftgewehrschützen. Dadurch habe man nicht an die sportlichen Erfolge der vergangenen Jahre anknüpfen können. Das erste Luftgewehrteam stehe in der neuen Saison vor einem Neuanfang in der Gauoberliga.

Weitaus besser sehe es bei den Pistolenschützen aus. Keines der Teams habe absteigen müssen. Weiter voran getrieben werden soll der Bogensport. Gesucht wird vor allem ein Honorartrainer für die Jugend. Bezugnehmend auf die Immobilien des Vereins sagte Friedl, dass wieder zahlreiche Arbeitseinsätze nötig gewesen seien. Im vergangenen Sommer wurden unter Mitwirkung der Feuerwehr weitere Bäume auf dem Vereinsgelände gefällt. "Sie waren innen bereits verfault", klärte Friedl auf. Jetzt stünden Sanierungsarbeiten am Dach des Schützenhauses an. Erfreulich sei in finanzieller Hinsicht die Wiederverpachtung der Gaststätte an den Motorradclub "Trust".

151 Mitglieder


Zwar sei die Zahl der Mitglieder im Laufe der vergangenen Monate um weitere 17 auf jetzt 151 gefallen, doch Wolfgang Friedl zeigte sich optimistisch, dass sich die Entwicklung wieder umkehrt. Zu den Höhepunkten im vergangenen Jahr zählte laut Friedl der Besuch bei der befreundeten Schützengilde in Ahrensburg.

In seinem letzten Bericht als Sportleiter sprach Klaus Weigl von einem turbulenten Sportjahr. Leider habe ein Großteil der Schützenjugend, drei der Luftgewehrschützen und die Jugendtrainerin den Verein verlassen. Als schädigend habe sich die neue Sportordnung des Deutschen Schützenbundes erwiesen, wonach für behinderte Sportler neue Regelungen gelten. Besonders störe die Mitterteicher, dass die bisherigen Altersklassen abgeschafft wurden. "Das hat unsere Behindertensportler so geärgert, dass keiner mehr angetreten ist", bedauerte Weigl.

Zahlreiche Titel


Allerdings habe es auch viel Erfreuliches gegeben. Nicht weniger als 13 Gaumeistertitel gingen nach Mitterteich, dazu kam noch ein Sieg in der Mannschaftswertung. Große Erfolge feierten die Schützen laut Weigl auch bei den Bezirksmeisterschaften. So wurde Tobias Wedlich Bezirksmeister mit der Luftpistole, Petra Franke holte den Vizemeistertitel mit der Luftpistole (aufgelegt) und Georg Bächer erreichte einen dritten Platz mit der Luftpistole (aufgelegt). Bezirksmeister mit der Mannschaft wurden Georg Bächer, Wolfgang Friedl und Petra Franke.

Gleich sieben Schützen gingen bei den bayerischen Meisterschaften an den Start. Bei den Landkreismeisterschaften traten 14 Schützen an, wobei Klaus Weigl mit der Luftpistole einen Titel holte. An den Rundenwettkämpfen nahmen neun Mannschaften mit wechselndem Erfolg teil. Mit den übrigen sportlichen Veranstaltungen auf Vereinsebene zeigte sich Weigl zufrieden, mahnte aber eine bessere Beteiligung beim Königsschießen an.

Damenleiterin Petra Franke berichtete von Teilnahmen an regionalen und überregionalen Schießen. Neu angeschafft haben sich die Damen einheitliche Dirndln, um ein besseres Bild abgeben zu können. Weiter lud Petra Franke zur Teilnahme am Muttertagsschießen nach Tirschenreuth und zum Classic-Cup nach Fuchsmühl ein. Böllerkommandant Dieter Franke berichtete von mehreren Einsätzen, unter anderem am Neujahrstag, beim Gaudiwurm und beim Benefizlauf der Lebenshilfe. Vertreten war die Gruppe auch beim Oberpfälzer Böllerschützentreffen und beim großen Schützenumzug in Ahrensburg.

Feste Größe


2. Bürgermeister Stefan Grillmeier und Gauschützenmeister Manfred Zölch zollten den Schützen ihren Respekt für das umfangreiche Schützenjahr. Sowohl sportlich als auch auf gesellschaftlichem Terrain sei der Verein eine feste Größe. Beide wünschten sich, dass im Verein wieder Ruhe einkehrt und der Sport wieder mehr im Mittelpunkt steht.

NeuwahlenTurnusgemäß wurde ein Teil des Schützen-Vorstands neu gewählt. Neuer Sportleiter ist Ulf Walther, Schriftführer bleibt Ernst Hampel, 2. Schützenmeister ist unverändert Josef Wurdack, neuer Jugendleiter ist Christian Schneider, 2. Schatzmeister bleibt Leonhard Grillmeier. Kassenrevisoren sind künftig Hermann Kempf und Dr. Klaus Schmid (neu). In den Gesellschaftsausschuss wurden Petra und Dieter Franke, Bernhard Friedl, Albert Fischer und Klaus Weigl gewählt. (jr)
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