Kirchlicher Segen für die neue Rettungswache
Retten rund um die Uhr

Eine leckere Torte hatte Bürgermeister Roland Grillmeier zur Feier in der BRK-Rettungswache mitgebracht. Beim Anschneiden dabei waren (von links) BRK-Geschäftsführer Holger Schedl, Toni Dutz, Franz Stahl, Theo Zellner, Roland Grillmeier und Dr. Alfred Scheidler. Bilder: jr (3)
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Mitterteich
08.02.2016
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Auf das Büfett freuten sich auch die Mitarbeiter der Rettungswache. Das Mitterteicher Prinzenpaar Karin I. und Thomas I. stattete den Helfern zur Einweihung einen Besuch ab.

Reibungslos läuft der Betrieb der neuen Rettungswache schon seit Silvester. Jetzt kam für die Einrichtung am Kreisverkehr der kirchliche Segen dazu.

Seit dem 1. Januar steht ein öffentlich-rechtlicher Rettungswagen 24 Stunden am Tag an der neuen Wache zur Verfügung. "Retten und Helfen 24 Stunden am Tag ist unser Auftrag", sagte BRK-Kreisvorsitzender Franz Stahl. Am Samstagvormittag war Bayerns Rot-Kreuz-Präsident Theo Zellner Ehrengast. Er bescheinigte dem Kreisverband beste Arbeit und betonte, dass das Rettungswesen hier auf dem neuesten Stand sei.

Die kirchliche Segnung nahmen Stadtpfarrer Anton Witt und Pfarrer Martin Schlenk vor. Für die musikalische Umrahmung sorgten Stefan Jordanesku und Günter Münch von der Kreismusikschule.

Kurze Bauzeit


Franz Stahl erinnerte an die nur acht Monate lange Bauzeit bis zur Inbetriebnahme. Länger dauerte die Vorgeschichte, bis Mitterteich den Zuschlag für die neue Rettungswache erhielt und das Rote Kreuz den Auftrag, diese auch zu betreiben: "Wir waren gefordert, in kürzester Zeit den Neubau zu verwirklichen", sagte Stahl. Besonders dankte er Architekt Wolfgang Schultes aus Grafenwöhr.

Versorgung gesichert


Unterstützt wird der Rettungsstandort Mitterteich durch den weiterhin bestehenden Notarztstandort Waldsassen, den Krankentransport, der auch künftig von Waldsassen aus startet, sowie den sogenannten Außenärzten in Mitterteich, die den Notarztdienst in schlecht abgedeckten Gebieten ohne feste Dienstzeiten abfedern. "Wir gewährleisten damit die rettungsdienstliche Versorgung im Stiftland", betonte Stahl.

Acht Einsätze pro Tag


Seit Jahresbeginn verzeichnete die Rettungswache in Mitterteich im Schnitt täglich bis zu acht Einsätze. Der BRK-Kreisvorsitzende dankte dem Rettungsdienst-Leiter Manfred Maurer, der mit den haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeitern am neuen Standort zur Verfügung steht. "Um auch Waldsassen weiter gleichbleibend gut zu versorgen, versuchen wir derzeit in der Klosterstadt einen Standort ,Helfer vor Ort' aus der Taufe zu heben", sagte Stahl. Wichtige Unterstützer in diesem Zusammenhang seien die örtlichen Bereitschaften und Wasserwachten. Insgesamt seien nun sieben Fahrzeuge sowie vier öffentlich-rechtliche Rettungsfahrzeuge im Landkreis unterwegs.

"Die Mitterteicher Rettungswache war eines meiner ersten Projekte als BRK-Präsident", sagte Theo ZellnerDer Standort direkt an der Ortseinfahrt sowie in unmittelbarer Nähe der Autobahn und der Bundesstraßen sei ideal. Der frühere Landrat von Cham wusste, dass die Aufgaben des Roten Kreuzes in den Ballungszentren und im ländlichen Raum unterschiedlich sind. Ausdrücklich dankte er allen hauptamtlich und ehrenamtlich Tätigen: "Wir sind froh, dass wir euch haben!"

Ja zur Standortwahl


"Ich begrüße ausdrücklich die Entscheidung, die BRK-Rettungswache von Waldsassen nach Mitterteich zu verlegen", sagte stellvertretender Landrat Dr. Alfred Scheidler, "trotz aller Widrigkeiten". Mitterteich liege zentral, alle angepeilten Orte könnten innerhalb von zwölf Minuten erreicht werden. Bürgermeister Roland Grillmeier freute sich über die versammelten Helfer: "Wir sind glücklich, dass wir euch haben." Das Rote Kreuz sei ein wichtiger Partner. Allein im vergangenen Jahr hätten die Mitterteicher Helfer vor Ort mehr als 500 Einsatzstunden geleistet.

Die Glückwünsche der Integrierten Leitstelle Nordoberpfalz überbrachte Geschäftsführer Alfred Rast. Die Entscheidung für Mitterteich sei eine Entscheidung für die Versorgungsregion: "Wir müssen unseren gesetzlichen Rettungsauftrag erfüllen. Im Mittelpunkt unserer Arbeit muss immer der Patient stehen." Weitere Glückwünsche gab es von BRK-Arzt Dr. Bertram Völkl und Architekt Wolfgang Schultes, der den Schlüssel für das neue Haus überreichte. Dabei betonte er, dass eine Erweiterung des Gebäudes jederzeit möglich sei.
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