Klarer Sieger und ein Ausreißer

Der Mitterteicher Jugendrat um Sprecher Fabian Weinberger (vorne, Mitte) übergab das Geheft mit den Ergebnissen der Spielplatz-Bewertungsaktion an Bürgermeister Roland Grillmeier (vorne, Dritter von rechts). Andreas Gärtner (vorne, Zweiter von rechts) übernahm bei der Sitzung im alten Rathaus die Präsentation. Mit dabei waren auch Jugendbeauftragter Reiner Summer (vorne rechts) und seine Stadtratskollegen Bernhard Thoma (vorne, Dritter von links), Holger Paschedag und Luitgard Müller (hinten, von rechts).
Vermischtes
Mitterteich
02.06.2016
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Die "Fun Arena" beim Freibad ist zwar bei Kindern und Jugendlichen sehr beliebt, erhielt aber die schlechteste Note. Kritisiert wird vor allem der Allgemeinzustand der Anlage. Bild: kro

Großen Zuspruch fand am 1. Mai die Spielplatz-Bewertungsaktion des Mitterteicher Jugendrats. Jetzt präsentierte das Gremium die Ergebnisse und sprach konkrete Handlungsempfehlungen an die Stadt aus.

Die Vorstellung der Auswertung ging im Sitzungssaal des alten Rathauses über die Bühne, um möglichst vielen Interessierten die Teilnahme zu ermöglichen. Allerdings fand die Veranstaltung nicht die erhoffte Resonanz - neben den Mitgliedern des Jugendrats waren lediglich Bürgermeister Roland Grillmeier, die Stadträte Reiner Summer, Luitgard Müller, Holger Paschedag (alle CSU) und Bernhard Thoma (Freie Wähler) sowie einige wenige Zuhörer gekommen.

461 Bögen ausgewertet


Jugendrat-Mitglied Andreas Gärtner stellte die Ergebnisse sehr detailliert und anschaulich dar. 461 von 470 abgegebenen Fragebögen habe man auswerten können. Beteiligt haben sich zu fast 75 Prozent Kinder bis 14 Jahre. Zu beurteilen waren zehn Kinderspielplätze im gesamten Stadtgebiet. Dabei gab es auch die Möglichkeit, Anmerkungen und Verbesserungsvorschläge zu machen. Wie Andreas Gärtner freimütig bekannte, habe man den Spielplatz am Dennerleinplatz vergessen. Dessen Bewertung soll jedoch nachgeholt werden, wenn auch die übrigen Kinderspielplätze in den Dörfern ins Visier genommen werden.

Bewertet wurden nach Schulnoten Lage und Größe der Spielplätze, das Angebot an Geräten für verschiedene Altersklassen, der Zustand der Spielgeräte, Sitzmöglichkeiten sowie Sauberkeit, Pflege, Barrierefreiheit und allgemeine Attraktivität der Spielplätze. Am Ende ergab sich eine Gesamtnote von 2,4 (Rangliste im Kasten) . Hauptkritikpunkt bei nahezu jeder Anlage ist die fehlende Barrierefreiheit. Zudem werden mehr Fahrradständer, Hundebeutel-Spender und häufigeres Grasmähen gewünscht.

Lob für Geräte


Als Vorzeige-Spielplatz bezeichnete der Jugendrat den "Fit- und Fun-Park", der mit der Gesamtnote 1,5 auf Platz eins landete. Dahinter folgt die Anlage am Glasmacherring. Besonders wurde hier die Rutsche gelobt. Großen Anklang findet etwa auch das Klettergerüst am Spielplatz an der Wiesenstraße. Die Anlage am Europaring kommt unter anderem gut an, weil sie auch im Winter genutzt werden kann. Auf dem vorletzten Platz landete der Spielplatz an der Kurt-Schumacher-Straße, über dessen Zukunft vor Wochen im Stadtrat und darüber hinaus diskutiert wurde. Bemängelt wurden hier fehlende Geräte, gelobt wurde aber die tolle Lage mit vielen Bäumen. "Ausreißer" nach unten ist die "Fun Arena" beim Freibad mit einer Note von 3,8. Kritisiert wird vor allem der schlechte Allgemeinzustand.

"Da zeigt sich wieder einmal: Glaube nicht jeder Statistik", sagte dazu Jugendbeauftragter Reiner Summer. Seiner Meinung nach sei die "Fun Arena" eine der am besten angenommen Freizeiteinrichtungen in der Stadt. Allerdings handle es sich nicht unbedingt um einen Kinderspielplatz. Eben weil sie so stark frequentiert sei, befinde sich die Anlage in einem entsprechenden Zustand. Summer sprach sich klar für einen Erhalt der "Fun Arena" aus.

Patenschaften angeregt


Bürgermeister Roland Grillmeier zeigte sich erfreut über die zumeist guten Noten und erklärte, dass hier und da einige Verbesserungen nötig seien. Reiner Summer stellte die Wichtigkeit der Inklusion heraus - gleichzeitig gab er aber zu bedenken, dass behindertengerechte Spielplätze nur schwer realisierbar seien. Bernhard Thoma regte Patenschaften für einzelne Kinderspielplätze an. Anwohner oder auch andere Gruppierungen könnten sich dann um die Pflege der Anlagen kümmern, wie es etwa auf den Dörfern schon seit Jahren erfolgreich praktiziert werde.

Wer sich für die Details der Auswertung interessiert, findet die rund 60-seitige Präsentation auf der Facebook-Seite des Mitterteicher Jugendrats und in Kürze auch auf der Homepage der Stadt Mitterteich.

Spielplatz-RanglisteDie Bewertung der Spielplätze im Stadtgebiet nach Schulnoten ergab folgende Rangliste: 1. "Fit & Fun-Park" (Gesamtnote 1,5 ), 2. Glasmacherring (Note 1,82 ), 3. Europaring (Note 1,9 ), 4. Schwalbachweg (Note 1,98 ), 5. Stadtpark (Note 2,04 ), 6. Wiesenstraße (Note 2,44 ), 7. Großensterzer Straße (Note 2,51 ), 8. Kohllohstraße (Note 2,65 ), 9. Kurt-Schumacher-Straße (Note 3,33 ), 10. "Fun Arena" (Note 3,8 ). Die Durchschnittsnote liegt bei 2,4 . Nicht berücksichtigt wurde die Anlage am Dennerleinplatz. Deren Bewertung soll nachgeholt werden.
1 Kommentar
Udo Lanz aus Mitterteich | 02.06.2016 | 16:45  
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