Kreistagsfraktion der Freien Wähler besichtigt neue Wache am Kreisverkehr
Retter in zwölf Minuten da

Vermischtes
Mitterteich
03.03.2016
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Einen Besuch stattete die Kreistagsfraktion der Freien Wähler der neuen Rettungswache in Mitterteich ab. BRK-Geschäftsführer Holger Schedl blickte noch einmal zurück auf die Verlegung der Einrichtung von Waldsassen nach Mitterteich. Am neuen Standort würden die Auflagen des Instituts für Notfallmedizin erfüllt, nämlich alle Orte im Rettungsdienstbereich innerhalb von zwölf Minuten zu erreichen. Pro Tag würden im Schnitt acht Einsätze gefahren.

Wichtige "Helfer vor Ort"


Der Bereich habe sechs hauptamtliche Rettungsassistenten, zwei hauptamtliche Fahrer und dreißig Ehrenamtliche. Dazu kämen die Notärzte, unter anderen aus dem Krankenhaus Waldsassen. Neben den öffentlich-rechtlichen Rettungswagen müssten zwei Krankentransportwagen vorhanden sein, die vom Roten Kreuz finanziert werden.

Die Kreisräte hatten etliche Fragen, die Schedl und der Leiter des Rettungsdienstes, Manfred Maurer, beantworteten. Er berichtete, dass die "Helfer vor Ort" etwa 500 Einsätze pro Jahr hätten. Sie seien sehr wichtig, da sie häufig schnell einträfen, um die Kranken und Angehörigen sofort zu unterstützen.

Die Einsätze würden von der zentralen Abrechnungsstelle für den Rettungsdienst pauschal pro Schwere des Falls abgerechnet. Im Rettungsfahrzeug befinde sich ein Computer, in den alle relevanten Daten eingegeben werden. Fernziel sei, dass diese Daten direkt vom Sanka aus in die aufnehmende Klinik geschickt werden, damit man dort bereits auf den Patienten vorbereitet ist. Eine weitere Frage betraf den Einsatz von Hubschrauber oder Krankentransportwagen. Hier stellte Manfred Maurer klar, dass nicht wie früher die Schwere der Erkrankung oder Verletzung ausschlaggebend sei. Nicht nur aus Gründen der Zeitersparnis, beispielsweise bei einem Schlaganfall, sondern je nach Verfügbarkeit greife man auf den Hubschrauber zurück.

Bürokratie an der Grenze


Weiter interessierte die Kreisräte die grenzübergreifende Zusammenarbeit. Hier berichtete Schedl, dass noch nicht alles optimal laufe. Während manche bürokratische Hürden zu überwinden seien, sei die Zusammenarbeit auf der operativen Ebene problemlos.
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