Lebenshilfe bewirbt sich um Miteinander-Preis
Inklusion wird hier gelebt

Für den Miteinander-Preis bewirbt sich das Netzwerk Inklusion im Landkreis. Landrat Wolfgang Lippert, Bürgermeister Roland Grillmeier, Projektleiterin Christina Ponader, Lebenshilfe-Geschäftsführer Berthold Kellner und Lebenshilfe-Vorsitzender Karl Haberkorn. (von links) sind optimistisch, als Oberpfalz-Sieger hervorzugehen. Bild: jr
Vermischtes
Mitterteich
15.08.2016
79
0

"Wenn nicht wir, wer dann?" fragen sich die Verantwortlichen der Lebenshilfe. Sie wollen den "Miteinander-Preis", den Sozialministerin Emilia Müller ins Leben gerufen hat. Die Entscheidung fällt dann im September.

Das Netzwerk Inklusion des Landkreises bewirbt sich um diesen Preis, der je Regierungsbezirk mit 2000 Euro dotiert ist. Die Entscheidung über die Nominierten wird Ende September bekannt gegeben, die Preisverleihung ist am 21. Oktober in München. Lebenshilfe-Kreisvorsitzender Karl Haberkorn dankte besonders Projektleiterin Christina Ponader, die die Bewerbungsunterlagen ausgearbeitet hat. Mit dem Bayerischen Miteinander-Preis 2016 sollen besonders gelungene Projekte der Inklusion von Menschen mit Behinderung ausgezeichnet und einer breiten Öffentlichkeit vorgestellt werden.

Mit positiven Beispielen soll anschaulich verdeutlicht werden, was Inklusion bedeutet. Gemeinsam mit dem Radiosender Antenne Bayern hat Bayerns Sozialministerin Emilia Müller unter der Schirmherrschaft von Anna Schaffelhuber den Miteinander-Preis ins Leben gerufen. Die fünffache Goldmedaillengewinnerin bei den Winter-Paralympics in Sotchi ist auch Welt-Behindertensportlerin.

Landrat Wolfgang Lippert betonte, dass der Landkreis die Bewerbung ausdrücklich unterstützt. "Durch die Inklusion im Landkreis wurden schon viele Pfeiler gesetzt. Die Weichen bei uns sind gestellt." Lippert sah in der Bewerbung Chancen, die Inklusion im Landkreis bayernweit zu präsentieren. "Wir können zeigen, was bei uns geleistet wird." Lebenshilfe-Geschäftsführer Berthold Kellner machte deutlich: "Wir waren bayernweit die ersten, die dieses Projekt angegangen sind." Dank sagte er dem Landkreis sowie den Kommunen für die gewährte Unterstützung.

Kellner berichtete, dass das Netzwerk Inklusion landesweit auf großes Interesse stoße, auch in Großstädten. Selbst in Bozen in Südtirol habe er das Tirschenreuther Projekt vorgestellt. "Unsere Bewerbung ist realistisch, mal schauen was dabei raus kommt", zeigte er verhaltenen Optimismus. Bürgermeister Roland Grillmeier lobte vor allem das Engagement der Ehrenamtlichen. Als ideal sah er die Kombination Landkreis und Kommunen an, wie sie im Netzwerk gelebt wird. Projektleiterin Christina Ponader berichtete, dass im Netzwerk aktuell 14 Partner mitarbeiten, wobei weitere in den kommenden Monaten noch dazu stoßen werden.
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.