Leitender Landwirtschaftsdirektor Wolfgang Wenisch: Staatliche Förderung stabilste Größe - ...
Billige Preise belasten Bauern schwer

Vielfältige Themen diskutierten die Ortsobmänner mit (von links) BBV-Geschäftsführer Ulrich Härtl, Ludwig Peter, Ely Eibisch, Dr. Stefan Kremb, Georg Guggenberger, stellvertretendem Kreisbauernobmann Martin Härtl und Landwirtschaftsdirektor Wolfgang Wenisch. Bild: jr
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Mitterteich
03.03.2016
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Großbüchlberg. Die schlechten Preise für Milch und Schweine waren ein Hauptthema bei der Obmännerversammlung des Bayerischen Bauernverbandes in der "Petersklause". Für Kreisobmann Ely Eibisch lagen die Erlöse am untersten Level: "Das macht erfolgreiches Wirtschaften für die Landwirte sehr, sehr schwierig." In Zukunft müssten noch mehr Gespräche zwischen Erzeugern, Vermarktern und Verbrauchern geführt werden, forderte er. "Die Preissituation für die Betriebe ist sehr angespannt." Wann es zu besseren Erträgen auf dem Milchmarkt komme, sei schwer abzusehen.

Wichtig für viele Landwirte sei die Erfüllung der seit 2015 geltenden Greening-Auflagen, sagte der Kreisobmann. Ohne diese Maßnahme gäbe es keine Direktzahlungen in der gegenwärtigen Höhe. Ein weiteres Thema waren die neuen Sanktionsregeln bei "Cross Compliance". Hier forderte Eibisch dringend Nachbesserungen zum Wohl der Landwirte. Gut angenommen worden sei die erste Antragsrunde im Liquiditätshilfeprogramm für tierhaltende Betriebe. Der durchschnittlich beantragte Zuschuss liege bei 7200 Euro. Die meisten Antragsteller kämen aus Bayern, der Großteil habe Milchvieh. "Die ersten Bewilligungsbescheide sind eingegangen, die ersten Zuschüsse geflossen." Weitestgehend ausbezahlt seien die Betriebsprämien. Über 107 000 Anträge wurden bayernweit eingereicht, informierte Eibisch. Er hoffte, dass sich die wirtschaftliche Situation in vielen Betrieben dadurch etwas gebessert hat. Weiter im Auge will der Kreisverband die Nebenerwerbslandwirte behalten. Gerade in wirtschaftlich schwierigen Zeiten erwiesen sich Einkommenskombinationen als stabilisierende Faktoren. Eibisch war trotz aller negativer Entwicklungen überzeugt, dass die bayerischen Betriebe insgesamt sturmsicherer sind als in anderen Regionen Deutschlands.

Dr. Stefan Kremb von der Regierung der Oberpfalz stellte die neue Gruppe "Landwirtschaft und Hochwasserschutz" vor. Georg Guggenberger vom Amt für Ländliche Entwicklung und Ludwig Peter vom Erzeugerring Oberpfalz beleuchteten die Aktion "boden:ständig". Leitender Landwirtschaftsdirektor Wolfgang Wenisch hob hervor, dass in der schwierigen wirtschaftlichen Situation staatliche Förderungsmaßnahmen finanziell die stabilste Größe seien. Sein Ratschlag war, diese Zuschüsse effektiv und fehlerfrei zu beantragen und die Ziele auch umzusetzen. Stephan Poersch vom Landwirtschaftsamt informierte über die Wasserrahmenrichtlinie.
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