Leserbrief zum Bürgerentscheid in Schwandorf
Mastbetriebe bundesweit verbieten

Vermischtes
Mitterteich
20.09.2016
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Wer einen Hähnchenmastbetrieb in dieser Größe genehmigt oder bauen will, ist gegen artgerechte Tierhaltung. In Hallen mit jeweils 150 000 Hähnchen sind Krankheiten programmiert. Die Hähnchen werden mit Antibiotika gedopt und es findet eine überhöhte Fütterung statt.

Es ist nachgewiesen: Wenn Hähnchen Antibiotika bekommen und der Mensch dann diese "krankgefütterten" Hähnchen isst, helfen bei ihm auch keine Antibiotika mehr. Es kommen bis zu acht verschiedene Präparate in die Futtertröge. Das sagt aus, dass die Medikamente nicht als Medizin, sondern als Masthilfe eingesetzt werden. Eine Studie der LMU München hat nachgewiesen, dass bei Mastbetrieben die Hähnchen zu 70 Prozent Gang-Anomalien und 30 Prozent krankhafte Veränderungen der Fersenhöcker haben. Der Grund hierfür ist, dass die Tiere so schnell an Gewicht zu legen, dass ihre Füße sie kaum noch tragen können. Das heißt: kranke Füße, kurzes Leben.

Das ist Tierquälerei im höchstem Maße und Gewinnsucht um jeden Preis ohne Rücksicht auf die Gesundheit der Menschen - und ohne auf die Einhaltung des Tierschutzes zu achten. Massentierhaltung muss nicht nur in Schwandorf, sondern bundesweit verboten werden, und zwar für jede Tiergattung.

Karl Neid, 95666 Mitterteich
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