Marktplatz-Umbau - Mehrzweckhalle - ehemaliges Postgebäude
Baustellen lichten sich

Sie zeigten sich zufrieden mit dem Verlauf der kurz vor dem Abschluss stehenden Bauarbeiten auf dem Unteren Markt: Bürgermeister Roland Grillmeier, Johannes Schaumberger, Geschäftsführer des gleichnamigen Bauunternehmens, Thomas Grillmeier vom Bauamt der Stadt und Robert Ernstberger vom Ingenieurbüro Bork (von links).
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Mitterteich
12.08.2016
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Das Innere der Mehrzweckhalle ist zwar noch immer eine Baustelle, doch die größten Arbeiten sind abgeschlossen. Eine der wichtigsten Maßnahmen war das Auftragen einer Brandschutzbeschichtung auf die Träger der Dachkonstruktion. Dieser Schutzmantel soll sicherstellen, dass die Metallteile einem Feuer 30 Minuten standhalten. Als sehr aufwendig erwies sich auch der Komplettaustausch der veralteten Elektrotechnik.

Die Absperrungen sind bis auf wenige Ausnahmen verschwunden, der Umbau des Unteren Marktplatzes ist fast abgeschlossen. Jetzt fehlen nur noch einige Restarbeiten, die kaum mehr zu Beeinträchtigungen führen. Gut voran geht es auch in der Mehrzweckhalle und im ehemaligen Postgebäude.

Auf beiden Seiten des Unteren Marktes herrscht nun wieder Normalbetrieb - im Vergleich zur Situation vor der Umgestaltung allerdings unter deutlich verbesserten Bedingungen. Auf den neuen Laufflächen aus großen, hellen Granitplatten können sich Gehbehinderte und Rollstuhlfahrer sicher bewegen, die Geschäfte erreichen sie ohne das Überwinden von Stufen. Und dank eines neuen Pflasters enthalten auch die Parkflächen keine gefährlichen Stolperfallen mehr.

Dank an Anlieger


Bürgermeister Roland Grillmeier, Geschäftsführer Johannes Schaumberger vom gleichnamigen Mitterteicher Bauunternehmen, Thomas Grillmeier vom Bauamt der Stadt und Robert Ernstberger vom Ingenieurbüro Bork zeigten sich bei einem Ortstermin zufrieden mit den Resultaten. Bei dem Projekt ging es neben der Barrierefreiheit auch um eine Attraktivitätssteigerung des Marktplatzes - und in beiderlei Hinsicht habe es bislang positive Rückmeldungen gegeben, wie der Bürgermeister berichtete. Dass einige Bereiche der neuen Gastronomie-Außensitzflächen ein deutliches Gefälle aufweisen, wie vereinzelt kritisiert wird, sei aufgrund der örtlichen Bedingungen nicht zu verhindern gewesen. "Wir hatten auf zwei Seiten fixe Höhen, das war nicht anders zu machen", erklärte Johannes Schaumberger, der sich bei dieser Gelegenheit nochmals bei den Anliegern für deren Verständnis und Geduld bedankte. Diese hätten während der Bauphase viel Verständnis aufgebracht. Abgerundet wird das Marktplatz-Projekt mit der Installation neuer Beleuchtungseinheiten mit energiesparender LED-Technik im September. Zuletzt, so ergänzte Thomas Grillmeier, folgt noch ein neues Pflanzkonzept.

Kosten im Rahmen


Voll im Plan liege man übrigens bei den Kosten, wie es aus der Runde hieß. Insgesamt summieren sich die Ausgaben für die Marktplatz-Umgestaltung auf rund 900 000 Euro, wobei die Stadt eine 80-prozentige Förderung aus dem Programm "Stadtumbau West" erhält. Keinen Zuschuss gab es aber für den ins Projekt integrierten 80 000 Euro teuren Austausch einer alten Wasserleitung.

Zwei Straßen weiter, im ehemaligen Postgebäude, laufen die Umbau- und Sanierungsarbeiten noch auf Hochtouren. Hier investiert die Stadtentwicklungsgesellschaft (SEG) rund 1,3 Millionen Euro, um moderne Büro- und Wohnflächen zu schaffen. Das gesamte Gebäude erhält eine haustechnische Installation auf aktuellem Stand, die umfangreiche energetische Sanierung umfasst Dach, Fassade und Fenster. Im hinteren Teil des Gebäudes wurde ein Außenaufzugschacht geschaffen, um die barrierefreie Erreichbarkeit aller Etagen sicherzustellen. Spätestens Anfang 2017 sollen die Arbeiten im Innenbereich abgeschlossen sein, wie Architekt Thomas Sticht informierte. Im Frühjahr folgen dann noch einige Maßnahmen im Außenbereich.

Als großes Sorgenkind der Stadt entpuppte sich Anfang des Jahres die Mehrzweckhalle, wo im Zuge einer notwendig gewordenen Brandschutzertüchtigung einige böse Überraschungen im Gebäude aufgetaucht waren, die den ursprünglichen Zeit- und Kostenrahmen sprengten. So mussten nicht nur das Starkbierfest ausfallen und der Auftritt der "Altneihauser Feierwehrkapell'n" verschoben werden - die Kosten für das aufwendige Maßnahmenpaket kletterten auf inzwischen rund 1,6 Millionen Euro. Sicher rechnen kann die Stadt nur mit einem Zuschuss in Höhe von einem Drittel der Summe. "Wir hoffen aber weiter auf eine Zwei-Drittel-Förderung", betont Bürgermeister Roland Grillmeier.

Freigabe im Oktober


Zumindest ist das Ende der Arbeiten in der Halle jetzt absehbar. "80 bis 90 Prozent davon sind abgeschlossen", versicherte Günther Deinzer vom Bauamt der Stadt. Die aufwendigsten Maßnahmen waren das Auftragen einer feuerfesten Beschichtung auf die Dachträger sowie der Komplettaustausch der veralteten Elektroinstallation. "Das war schon eine Herausforderung", so Grillmeier über die Ertüchtigung der drei Jahrzehnte alten Halle. Ab Oktober soll sie jedenfalls wieder für die Sportvereine und Veranstaltungen zur Verfügung stehen - wenn auch noch mit einigen Abstrichen. So werden die Umkleidebereiche bis dahin nur provisorisch hergerichtet und erst später wieder vollständig in Form gebracht.

Von zusätzlichen Investitionen in die Mehrzweckhalle wird die Stadt in den kommenden Jahren wohl nicht verschont bleiben. Ohne näher auf mögliche Kosten einzugehen, stellt Roland Grillmeier klar: "Wir müssen auch den Boden und die Toilettenanlagen erneuern, wenn wir die Halle noch 20 bis 30 Jahre nutzen wollen.

Umbau gelungen: Angemerkt zum Marktplatz-Umbau in Mitterteich
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