Mehrzweckhalle Mitterteich
„Eng gesteckter Zeitrahmen“

Wegen notwendiger Ertüchtigungs-Maßnahmen muss die Mitterteicher Mehrzweckhalle vom 1. Februar an bis Anfang April geschlossen bleiben. Bild: lnz
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Mitterteich
20.01.2016
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Verbesserter Brandschutz, neue Fluchtwege: Verschärfte Auflagen zwingen die Stadt Mitterteich, in den kommenden Wochen rund 1,2 Millionen Euro in die Mehrzweckhalle zu investieren. Bis Anfang April sollen die Arbeiten weitgehend abgeschlossen sein.

Bürgermeister Roland Grillmeier nannte in der Stadtratssitzung am Montagabend das Ziel, durch die Ertüchtigungs-Maßnahmen die maximal zulässige Besucherzahl dauerhaft zu erhöhen. Auch ohne Auflagen und Ausnahmeregelungen sollen dann immer bis zu 2000 Menschen in die Halle dürfen. "Wir haben jahrzehntelang mit Übergangslösungen gearbeitet." Noch vor den großen Veranstaltungen dieses Jahres wolle man gerüstet sein. Auf NT-Nachfrage teilte Grillmeier mit, dass die Stadt schon vor längerer Zeit damit begonnen habe, den Brandschutz aller ihrer Einrichtungen auf Schwachstellen prüfen zu lassen.

Wie Grillmeier in der Sitzung weiter erläuterte, will die Stadt Fördermittel in Höhe von zwei Dritteln der Gesamtkosten beantragen. Die Höhe der Zuschüsse orientiere sich an der schulischen Nutzung - dafür wäre aber eine weitaus kleinere Halle ausreichend. Deshalb sei wie schon beim Bau der Halle vor 30 Jahren eigentlich nur mit einem Ein-Drittel-Zuschuss zu rechnen. Allerdings sah Grillmeier das Thema Inklusion als gewichtigen Grund an, um eine Zwei-Drittel-Förderung zu erhalten.

Gesperrt bis April


Nach Abschluss aller Vorbereitungen sollen die Maßnahmen in der Halle am 1. Februar starten. Bis Anfang April müsse die Halle komplett gesperrt bleiben, so Grillmeier. Neben der Verbesserung des Brandschutzes und der Schaffung neuer Fluchtwege seien auch eine Überholung der Elektrotechnik und eine Umstellung auf LED-Lampen geplant.

"Was passiert, wenn wir die Zwei-Drittel-Förderung nicht bekommen?", wollte SPD-Sprecher Johann Brandl wissen. Bürgermeister Grillmeier erwiderte, dass Zuwendungen für dieses unumstritten notwendige Vorhaben auch im Rahmen der Stabilisierungshilfen beantragt werden sollen. Dies könne die Stadt damit begründen, dass die Halle weit mehr sei als nur eine Sporthalle. Zur Förderung des ländlichen Raums zählt nach Ansicht Grillmeiers auch, Voraussetzungen zu erhalten, dass Feste und Konzerte stattfinden können.

Weiter erkundigte sich Johann Brandl, ob das Starkbierfest überhaupt stattfinden kann. Roland Grillmeier informierte, dass die Veranstaltung auf Mitte April verschoben worden sei. Bereits Anfang April sollen aber die wichtigsten Maßnahmen erledigt sein. Falls wirklich nötig, könnte man mit der Feuerwehr verstärkte Schutzmaßnahmen ausarbeiten. Bernhard Thoma (Freie Wähler) sprach von einem "eng gesteckten Zeitrahmen" und gab zu bedenken, dass trotz dieser Investitionen jederzeit weitere Probleme auftauchen könnten. "Die Halle kostet uns noch viel mehr Geld." Allerdings stellte Thoma klar, dass er die Einrichtung für unverzichtbar halte. Bürgermeister Grillmeier räumte ein, dass die Ertüchtigung keine Ideallösung sei, doch werde sich der Betrieb für zehn weitere Jahre sichern lassen.

Wiesenflächen als Parkplatz


Auf die problematische Parkplatzsituation bei Großveranstaltungen wies abschließend Johann Brandl hin. Er schlug vor, mit Grundstücksbesitzern über die Nutzung von Wiesenflächen zu reden. Im Gremium stieß er damit aber auf Ablehnung. Brandl erinnerte an Ereignisse im vergangenen Jahr: "Der Rettungsdienst kam nicht zu Verletzten durch." Bürgermeister Grillmeier will künftig verstärkt auf Parkplätze im weiteren Umfeld hinweisen lassen. Am Ende gab es einhellige Zustimmung für den Bauantrag der Stadt.
Wir haben jahrzehntelang mit Übergangslösungen gearbeitet.Bürgermeister Roland Grillmeier
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