Mitterteich feiert - und alle mit
Neujahrsempfang ein glänzender Auftakt für das Jubiläumsjahr

Das Josefsheim wird im Jubiläumsjahr wohl noch bei vielen Veranstaltungen so gut besetzt sein wie beim Neujahrsempfang. Bild: jr
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Mitterteich
10.01.2016
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Kaum fassen konnte am Samstag das Josefsheim all die Gäste des Neujahrsempfangs. Ein Auftakt nach Maß für das Jubiläumsjahr der Glas- und Porzellinerstadt. Und ein Zeichen für das Miteinander.

"Wir alle sind Mitterteich, wir alle sind Teil dieser Region, packen wir weiter an", forderte Bürgermeister Roland Grillmeier zum aktiven Mitmachen auf. Als Grundlage für den wirtschaftlichen Aufschwung sah er die Verleihung der Markt- und Braurechte vor genau 500 Jahren. "Angespornt von tatkräftigen Bürgern entwickelte sich Mitterteich zu einer industriellen Zentralfunktion im Stiftland."

Angesichts der aktuellen Entwicklung in Deutschland stellte sich Grillmeier die Frage: "Überfordert die Geschwindigkeit der Veränderungen und die globalen Möglichkeiten viele Menschen und treibt sie in die Arme von Fanatikern." Viele seien nicht mehr bereit, sich für Werte und Moral einzusetzen. "Aber gerade in unserer Region engagieren sich doch viele, dass die Integration und das Miteinander gelingen. Machen wir das neue Jahr zu einem Jahr das Miteinanders und der sozialen Verantwortung."

Der Bürgermeister erinnerte daran, dass das vergangene Jahr unter dem Zeichen der Inklusion und der Barrierefreiheit stand. Der erste Teil der Verbesserungen am Unteren Markt habe begonnen, heuer solle die andere Seite in Angriff genommen werden. Auch auf die Sanierung der Grundschule, den Neubau des Kinderhortes sowie die brandschutzmäßige Ertüchtigung der Mittelschule und der Mehrzweckhalle ging der Sprecher ein. "Diese Projekte werden uns die kommenden zwei bis drei Jahre fordern."

Als Hauptpartner der Stadt bezeichnete Grillmeier Industrie und Wirtschaft. "Mit rund 3000 Arbeitsplätzen sind und bleiben wir gewerbliches und industrielles Zentrum der Region," Weiteres Thema war die Integration der Flüchtlinge in Mitterteich. "Wir werden uns hier genauso wie alle anderen Kommunen dieser nationalen Aufgabe stellen."

In diesem Zusammenhang dankte er besonders der Arbeiterwohlfahrt, die Herausragendes bei der Integration leiste. "Ohne sie wäre die Flüchtlingssituation im Landkreis kaum zu meistern." Weiteres Thema war der Bau der Gleichstromtrassen. "Ich sehe nicht ein, warum wir neben dem Ersatzbau des Ostbayernrings, der unsere Landschaft verändern wird, auch noch mit der Gleichstromtrasse beglückt werden sollen", kündigte er heftigen Widerstand an.

Aber in erster Linie soll heuer gefeiert werden. Das Stadtoberhaupt rief dazu auf, "das herauszustellen, was unsere Stadt bietet". Selbstbewusst betonte das Stadtoberhaupt, keine andere Kommune im Stiftland habe sich seit der Verleihung der Marktrechte so entwickelt, wie Mitterteich. "Von einem unbedeutenden Dorf haben wir uns zu einer bedeutenden Industriestadt im Herzen des Stiftlandes gemausert. Wir alle sind Mitterteich mit all seinen Schwächen und Stärken." Eindrucksvoll musikalisch umrahmt wurde der Empfang von Jimmys Music School. Guter Brauch ist es in Mitterteich, dass die Sternsinger den Neujahrsempfang eröffnen. Auch diesmal sammelten sie für Hilfsprojekte in aller Welt.
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