Mitterteicher Faschingsprinzenpaar
Prinzessin überzeugt Ehemann

Bürgermeister Roland Grillmeier (rechts) überreichte den Narren ein gut gefülltes Geldsäckel und den Schlüssel der Stadt. Gaudiwurm-Vorsitzender Michael Zintl (links) stellte die neuen Prinzenpaare vor. Bis Aschermittwoch regieren das Kinderprinzenpaar Vreni und Max sowie Daniela I. und Jens I. in Mitterteich. Bild: jr
Vermischtes
Mitterteich
14.11.2016
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Für Daniela Tschinkl ging ein Wunsch in Erfüllung. Damit die neue Faschingsprinzessin das Zepter schwingen kann, musste sie nur noch ihren Ehemann zum Mitmachen überreden.

Pünktlich um 19.11 Uhr eröffnete der Bürgermeister am Freitag die fünfte Jahreszeit. Im Sitzungssaal des historischen Rathauses erhielten Daniela I. und Jens I. sowie das Kinderprinzenpaar Vreni und Max die Insignien ihrer Macht. Roland Grillmeier übergab ein nach den jüngsten Zuschüssen gut gefülltes Stadtsäckel und die Schlüssel. Bis zum 28. Februar regieren nun die Narren. Höhepunkt ist der 10. Faschingsumzug am 25. Februar.

"Mitterteich Helau" hieß es, als die Mitglieder des Vereins "Gaudiwurm" und der Faschingsvereinigung mit dem Faschingsverein Weiß-Blau aus Wiesau ins Rathaus einzogen. Bis zuletzt war es ein großes Geheimnis, wer denn das neue Prinzenpaar sein würde. Umso größer die Überraschung, als zunächst die achtjährige Vreni Busl und der neunjährige Max Seitz einzogen. Ein Riesenhallo galt dann dem neuen Prinzenpaar Daniela I. und Jens I, die auch im wirklichen Leben ein Paar sind. Auf NT-Nachfrage erzählte Prinzessin Daniela Tschinkl, dass für sie schon lange klar war, Faschingsprinzessin werden zu wollen. Nur bei ihrem Mann waren einige Überredungskünste vonnöten, um auch ihn davon zu überzeugen. Schließlich fiel ihr gemeinsames Ja beim Marktplatzfest. Selbst Bürgermeister Roland Grillmeier wusste im Vorfeld nichts davon.

Gaudiwurm-Chef Michael Zintl machte deutlich, dass der Verein für die fünfte Jahreszeit gerüstet sei. Roland Grillmeier hob hervor, dass ausgerechnet im Jubiläumsjahr der Stadt beide Prinzen etwas mit Bier zu tun haben. So ist Kinderprinz Max der Sohn von Zoiglwirt Thomas Hartwich-Seitz, während Prinz Jens Tschinkl in verantwortlicher Stelle bei der Brauerei Hösl arbeitet. Grillmeier benannte Jens Tschinkl humorvoll in "Weißbier-Prinz" um. "Dieses Mal überreiche ich völlig entspannt unsere Stadtsäckel. Ihr habt den richtigen Zeitpunkt erwischt." Abschließend bat er die Mitterteicher, die Veranstaltungen im Fasching zahlreich zu besuchen und so das Brauchtum zu unterstützen. Ewald Oppl stimmte mit einer kleinen Faschingspredigt auf die nächsten Wochen ein.

Nach einem Sektumtrunk wurden die beiden Prinzenpaare und das Gefolge mit der Stadtkapelle und den Fackelträgern zum Josefsheim geleitet. Der Saal war sehr gut gefüllt. Bis nach Mitternacht herrschte ausgelassene Stimmung, wie es sich für den Faschingsbeginn gehört. Dabei übergaben die Prinzenpaare schon die ersten Orden an die Faschingsvereinigung. Ein Höhepunkt war der Auftritt der Prinzengarde, die aus 17 jungen Damen besteht.
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