Neues Knochendichtemessgerät des MVZ
Knochenbrüche in Schach halten

Da freut sich die Patientin. Was bisher gut eine Stunde dauerte, ist mit dem neuen Knochendichte-Messgerät in wenigen Minuten erledigt. Eine Wohltat für den geschundenen Rücken. Bild: Grüner
Vermischtes
Mitterteich
09.11.2016
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Es ist ein ganz natürliches Phänomen, vor allem bei älteren Menschen: Die Knochenmasse nimmt ab. Dafür steigt das Risiko von Knochen- und vor allem auch Wirbelbrüchen. Das Medizinische Versorgungszentrum Stiftland tut was dagegen.

"Osteoporose ist durchaus als Volkskrankheit zu bezeichnen", erklärt Robert Drechsel, Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie, Chirurgie und spezielle Unfallchirurgie. Erkennt man die Krankheit frühzeitig, ist ihr durchaus Paroli zu bieten und in Schach zu halten.

Enorme Zeitverkürzung


Mit der Anschaffung eines 35 000 Euro teuren Knochendichte-Messgerätes ist die Filialpraxis des Medizinischen Versorgungszentrums (MVZ) Stiftland in der Großbüchlberger Straße auf einem sehr guten Weg. "Das neue Gerät bedient sich der Dual Energy Röntgen-Absorptiometrie (DXA) und ist das modernste in der Region", sagt MVZ-Geschäftsführer Manfred Tretter. Robert Drechsel stellt die Zeitersparnis als den größten Vorteil für die Patienten in den Vordergrund: Statt wie früher eine Stunde nimmt eine Messung jetzt nur wenige Minuten in Anspruch. "Und ist zudem noch viel genauer."

Der Mediziner erklärt, dass Osteoporose zwar nicht heilbar sei, aber rechtzeitig erkannt, für längere Zeit auf einem bestimmten Niveau gehalten werden könne. Sei die Krankheit noch nicht sehr weit fortgeschritten, bedürfe es nicht einmal Medikamente. "Oft reicht schon die Umstellung des Lebenswandels, um dabei erfolgreich zu sein."

Jeder fünfte Mann


Zwar sind vor allem Frauen (jede Dritte) von der Krankheit betroffen, jedoch tendiert statistisch gesehen auch jeder fünfte Mann dazu. Prophylaxe sei also durchaus lohnenswert. Sei die Krankheit diagnostiziert, sollten regelmäßige Messungen, je nach Schwere, alle sechs Monate bis zwei Jahre durchgeführt werden. Zur Zeit sei die DXA-Methode die einzige sowohl von der Weltgesundheitsorganisation als auch von der Deutschen Gesellschaft für Osteologie anerkannte Messmethode zur Diagnose der Osteoporose. Trotzdem übernehmen die Krankenkassen die Untersuchungskosten nur in Ausnahmefällen, zum Beispiel, wenn die Diagnose Osteoporose bereits gestellt ist. Das Gerät selbst sieht aus wie ein abgespecktes Computertomographie-Gerät und funktioniert auch nach dieser Methode. Die während einer Untersuchung verabreichte Strahlendosis ist vergleichbar mit der Menge, die ein Mensch innerhalb einer Woche als natürliche Strahlung erhält. (Hintergrund)
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