Ökumenisches Singen in der Mitterteicher Pfarrkirche
„Wir freuen uns, es ist Advent“

Seine Vielseitigkeit stellte der Chor des Katholischen Frauenbundes unter der Leitung von Stilla Schuller (links) mit den Liedern "Schalom" und "Leise sinkt der Abend nieder" unter Beweis. Bild: jr
Vermischtes
Mitterteich
15.12.2015
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"Still, still" und "Is scho still im Tal" brachte die Bläsergruppe der Mitterteicher Stadtkapelle unter der Leitung von Oliver Lipfert (links) zu Gehör. Bild: jr

Es war eine Auszeit von der Hektik der "staaden" Zeit: Großen Anklang fand am Sonntag ein ökumenisches Adventssingen in der katholischen Pfarrkirche St. Jakob.

Mitterteicher Musik- und Gesangsgruppen gestalteten eine adventliche Stunde, die dazu einlud, ruhiger zu werden und nachzudenken. Die gut gefüllte Kirche zeigte, wie sehr ein solches Angebot in der Vorweihnachtszeit willkommen ist. Carmen Roose vervollständigte das Adventssingen mit einigen Gedanken zum Advent. Sie brachte die Weihnachtsbotschaft auf einen einfachen Nenner: "Mach's wie Gott, werde Mensch."

Alpenländische Stimmung


Nachdem der evangelische Posaunenchor unter Leitung von Thomas Jüttner mit dem Stück "Tochter Zion" die adventliche Feier begonnen hatte, begrüßte Pfarrgemeinderatssprecherin Helga Weiß die Gäste und die Mitwirkenden. "Wir freuen uns, es ist Advent" - mit diesem Lied brachte der evangelische Kirchenchor zum Ausdruck, was wohl alle bewegte. Unter der Leitung von Christine Schlenk fügte der Chor gleich noch "Immanuel: Gott ist mit uns" an. Gretl Standfest und Kornelia Beer brachten mit Zither und Akkordeon ein wenig alpenländische Stimmung in die Pfarrkirche. Sie zeigten mit "Es ist für uns eine Zeit angekommen" und "Im Wold is sua staad", dass auch leisere Stimmen Gott loben können. Mit "Das ist die stille Zeit im Jahr" glänzte der Frauenbundchor unter Führung von Stilla Schuller und mit Marina Schiffmann an der Gitarre. Der Dreigesang Luitgard Müller, Regina Glaßl und Stilla Schuller brachte mit "Der Engel des Herrn" ein bekanntes Lied einmal ganz anders zum Klingen.

Die Bläsergruppe der Stadtkapelle Mitterteich beteiligte sich heuer mit den Stücken "Still, still" und "Is scho still im Tal". Die evangelischen Kirchen- und Posaunenchöre brachten ebenfalls noch mehr Stücke zu Gehör. Der katholische Kirchenchor unter Leitung von Chordirektor Matthias Schraml steuerte auf eindrucksvolle Weise die Stücke "Halleluja-Jodler" und "Eia so seht den Rosenstrauch" bei. Besonders beeindruckend war auch heuer wieder der Auftritt von Annika Scharnagl. Ihr einfühlsames "Laudate Dominum" bescherte so manchem Zuhörer feuchte Augen. Die kräftige Stimme ging allen zu Herzen. Luitgard Müller und Regina Glaßl bewiesen ihr großes Können mit den Liedern "Geleite meine Schritte" und "Brennende Lichter". Alle Solisten wurden von Matthias Schraml an der Pfarrer-Richter-Gedächtnisorgel auf souveräne Art begleitet.

Der Frauenbundchor demonstrierte mit "Schalom" und dem bekannten Lied "Leise sinkt der Abend nieder" nicht nur sein großes Können, sondern auch seine Vielseitigkeit. Die Texte zu diesen Stücken hatte Helene Brandt extra für das Adventssingen umgeschrieben. Am intensiven Schweigen der Zuhörer zeigte sich, wie sehr diese durch die einfühlsame Art des Singens berührt wurden.

Glühwein vor der Kirche


Bevor das Adventssingen mit dem gemeinsamen "Macht hoch die Tür" endete, dankte Helga Weiß allen, die sich aktiv beteiligt haben, sowie den zahlreichen Zuhörern. Der Förderverein für Kirchenmusik lud abschließend zwischen Rathaus und Kirche noch dazu ein, die adventliche Stunde mit einem Glas Glühwein ausklingen zu lassen.
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