Polizei "blitzt" ab Januar
"Rasend schnell"

Vermischtes
Mitterteich
09.12.2015
2
0


Die Zuständigkeiten sind normalerweise klar geregelt. Doch es gab Beschwerden. Deshalb greift jetzt die Polizei ein.

Beamte der Inspektion Waldsassen werden im Bereich der Ortsdurchfahrt Großensterz und auch im Abschnitt Fockenfelder Straße in Pleußen "blitzen" und Radarmessungen durchführen. Darauf hat Bürgermeister Roland Grillmeier jetzt in der Sitzung des Stadtrats hingewiesen - und auch auf einen ausdrücklichen Wunsch der Polizeidirektion Oberpfalz.

Die Polizei halte sich demnach aus der Verkehrsüberwachung heraus, sofern Verträge mit kommunalen Verkehrsüberwachungen geschlossen seien. Bei Bedarf werde die Polizei ab Januar 2016 den fließenden Verkehr überwachen - per Radarmessungen und mit der Laserpistole, Grillmeier sagte, er werde die Polizeiinspektion Waldsassen um Unterstützung bitten. Das Ortsschild in Großensterz dürfe nicht versetzt werden, bedauerte er. Auch in Pleußen wird es von Fockenfeld her kommend keine bauliche Veränderungen geben. Das Landratsamt hatte einen möglichen Fahrbahnteiler schon im Vorfeld abgelehnt.

Grillmeier forderte die Anlieger der Straßen auf, ihren Beitrag zu mehr Verkehrssicherheit zu leisten und Wahrnehmungen der Stadt oder der Polizei zu melden. Bernhard Thoma wusste von einigen Firmenfahrzeugen, die "rasend schnell" durch Pleußen fahren. Vielleicht könnte ein Anschreiben der Stadt diese Fahrzeuge und deren Tempo etwas bremsen. Thoma forderte er eine Temporeduzierung schon vor Pleußen auf Tempo 80. Grillmeier wollte dies beim Landratsamt beantragen. Das Aufstellen von stationären Blitzgeräten sei dagegen nicht durchführbar. "Diese gibt es in Großstädten aber nicht in Landgemeinden und im Übrigen müssten diese ja auch zu finanzieren sein". Dennoch will er mit der kommunalen Verkehrsüberwachung dieses diskutieren.

An den Geldbeutel


Josef Schwägerl meinte dazu: "Erst wenn es dem Autofahrer an den eigenen Geldbeutel geht, wird er vorsichtiger". Ernst Bayer (Freie Wähler) zeigte Verständnis für die Belange der Bürger; zuvor hatte Ortssprecherin Michael Burger daran erinnerte daran, dass viele Großensterzer sie aufgefordert haben, etwas gegen die Raserei auf der Ortsdurchfahrt zu unternehmen.
Weitere Beiträge zu den Themen: Stadtrat (438)Tempo (8)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.