Projektwoche in der Heilpädagogischen Tagesstätte
Sich neu entdecken

Julia Ackermann hatte einen Tanzworkschlp für die Kinder und Jugendlichen angeboten. Bild: hfz
Vermischtes
Mitterteich
23.06.2016
100
0
 
Autor Bernhard Setzwein (links) im Schreib-Workshop. Bild: hfz

Eine Projektwoche zum Jahresthema der Lebenshilfe-Kreisvereinigung "Unser Menschenbild" gestaltete das Team der Heilpädagogischen Tagesstätte (HPT). Dazu hatten sich die Verantwortlichen etwas Neues überlegt.

Die Veranstaltungsreihe zum Thema "Was macht mich besonders" in der HTP mit zahlreichen Referenten war ein großer Erfolg: Für die rund 70 Kinder und Jugendlichen gab es Workshops. Auftakt war eine Schreibwerkstatt mit dem Chamer Autor Bernhard Setzwein, einem Tanzangebot mit Julia Ackermann und einem Naturerlebnis der Umweltstation Waldsassen.

"Wie fasse ich meine Gedanken und Gefühle in Worte?", "Elfchen und Geschichten" oder "Wie kann eine schöne gemeinsame Choreographie aussehen, die alle in ihrer Unterschiedlichkeit auftreten lässt?" und "Wie schmeckt eigentlich selbstgemachte Kräuterlimonade und wie kann man Natur auf verschiedene Arten entdecken?" - so waren die verschiedenen Erlebnisse überschrieben. Cirta Rosbach vom Jugendmedienzentrum T1 in Tannenlohe kam zum Trickfilmworkshop, das Team des Vereins SVTP aus Weiden führte die Jugendlichen in Selbstverteidigung ein, Heilpädagogin Sandra Köstler bot mit Snoezelen Entspannung für alle Sinne an und Erlebnispädagoge Erwin Bösl bot mit Sozialpädagogin Christina Ponader kooperative Abenteuerspiele an. Die Kinder und Jugendlichen lernten wie "Bilder laufen lernen" und erstellten mit viel Phantasie eigene Kurzfilme. Bei der Selbstverteidigung lernten sie selbstbewusst Grenzen zu setzen und ohne Angst mit Angriffen umgehen zu können. Beim Snoezelen wurde eine imaginative Sommerreise mit Lichtern, Massage und Phantasie-Reise angeboten. Bei der Erlebnispädagogik mussten die Teilnehmer gemeinsam ein Spinnennetz, eine Blindenreise und eine Wasserüberquerung meistern. Am Schluss durften sie noch Blindenfußball ausprobieren.

Am Mittwoch kamen Jolanda Lülsdorf und Janna Hollo von der Theaterpädagogik der Luisenburg zum Clown-Workshop, Schreinermeisterin Tanja Gleißner-Schmid bot Gestalten mit Holz an und die Therapeuten bauten einen Bewegungsparcours auf. Beim Clown-Workshop ging es um das Entdecken des eigenen Humors und der Fantasie.

In der Gestaltungsgruppe entstand ein gemeinsamer Baum zum Thema "was macht uns stark". Beim Bewegungsparcours ging es um Balancieren und Körperbeherrschung, Geschicklichkeit und Mut beim Kistenklettern. Schauspieler und Geschäftsführer Berthold Kellner gestaltete einen Theaterworkshop, das Team des "Radio sag was" der Wohngruppe St. Benedikt in Mitterteich mit Gunda Bauer und Daniela Haas und Heilpädagogin Michaela Grund und Julia Schmeller mit Psychomotorik bildeteten den Abschluss.

In Gefühle und Rollen


"Beim Theaterworkshop konnten die Kinder und Jugendlichen mit viel Einsatz in verschiedene Gefühle und Rollen schlüpfen", heißt es dazu in der Pressemitteilung. Das Radioteam aus Menschen mit und ohne Behinderungen zeigte beispielhaft, wie ein Radiobeitrag entsteht und führte in den Bereich der Interviewtechnik ein. In der Psychomotorik konnten die Teilnehmer verschiedene Körper- und Materialerfahrungen durch Bewegungs- und Geschicklichkeitsspiele machen.

Teilnehmer begeistert


"Die Teilnehmer waren durchweg begeistert von der Vielfalt der Angebote und mit Freude dabei", heißt es weiter. Auch wenn - oder gerade weil - sie manchmal an ihre Grenzen geführt wurden, konnten sie viele neue Seiten und Talente an sich entdecken. Mit Mut und Neugier ließen sie sich auf alle Referenten und Angebote ein. Durch die Vielfalt war für jede und jeden etwas dabei - unabhängig von der Behinderung. Was zählte war das Zutrauen in sich selbst.
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.