Routine am neuen Standort

Das Rote Kreuz nahm in der Nacht auf Neujahr den Betrieb in der neuen Rettungswache in Mitterteich auf. Vom reibungslosen Übergang überzeugten sich (sitzend von links) Wachleiter Raimund Köstler und Manfred Maurer (Leiter Rettungsdienst) sowie (stehend von links) BRK-Kreisvorsitzender Franz Stahl, Vorstandsmitglied Erwin Steiner und Kreisgeschäftsführer Holger Schedl. Bild: jr
Vermischtes
Mitterteich
02.01.2016
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Völlig unaufgeregt startete in der Nacht von Silvester auf Neujahr die BRK-Rettungswache am neuen Standort "Am Kreuzäcker". Bezeichnenderweise wurden die Rettungskräfte zum ersten Einsatz nach Waldsassen gerufen, dem früheren Standort.

Wie alle anderen Notfälle wickelten die Helfer auch die Premiere von Mitterteich aus routiniert ab. Am Neujahrsvormittag überzeugten sich Mitglieder des BRK-Kreisvorstands persönlich vom guten Gelingen am neuen Standort. Hinter dem Kreisverband Tirschenreuth stehen fast 8000 Mitglieder, eine starke Organisation.

Die ersten diensttuenden Einsatzkräfte waren Hans Maenner aus Tirschenreuth und Klaus Dvorak aus Schirnding. Ihr Dienst endete am Neujahrsmorgen um 6.30 Uhr. Sie wurden in der Neujahrsnacht noch zu zwei weiteren Einsätzen nach Wiesau und Waldsassen gerufen. "Aber die Lage war sehr ruhig, unsere Leute im Stiftland sind da sehr besonnen, trotz Silvester. Es war eine ganz normale Nacht", sagte Wachleiter Raimund Köstler.

Die zweite Schicht am Neujahrsmorgen um 6.30 Uhr übernahmen die Rettungsassistenten Helmut Zeitler und Thomas Schimmel. Beim Pressetermin am Vormittag waren sie allerdings unterwegs, sie mussten einen Patienten nach Marktredwitz bringen. Eine Schicht der Rettungskräfte dauert immer jeweils zwölf Stunden, Ablösung war um 18.30 Uhr. Pünktlich um Mitternacht besuchte schon BRK-Kreisgeschäftsführer Holger Schedl die Dienstleistenden. Mit alkoholfreiem Sekt stießen die Anwesenden auf das neue Jahr und den offiziellen Start der BRK-Rettungswache an.

Kreisvorsitzender Franz Stahl machte deutlich, dass die Sicherheit der Menschen die wichtigste Aufgabe des Roten Kreuzes ist. Sein Dank galt deshalb den ehrenamtlichen und hauptamtlichen Kräften, die nur dieses eine Ziel im Auge hätten. Bei dieser Gelegenheit betonte Stahl, dass die Verlegung des Standorts von Waldsassen nach Mitterteich eine Entscheidung des Rettungszweckverbands war. "Und wir als Rotes Kreuz haben den Zuschlag bekommen, diesen Dienst mit Leben zu erfüllen." Holger Schedl betonte zum wiederholten Mal, dass der Rettungsdienststandort Waldsassen trotzdem erhalten bleibt. "Notarzt und Krankenhaustransporte wird es auch künftig dort geben. Wir nehmen das Sicherheitsbedürfnis der Menschen sehr ernst."

Alle Verantwortlichen waren froh, dass der Start der BRK-Rettungswache in Mitterteich so reibungslos über die Bühne gegangen ist. Die offizielle Einweihung in Mitterteich wird am Samstag, 6. Februar, um 10 Uhr sein. Dazu wird auch Bayerns BRK-Präsident Theo Zellner erwartet. Die Bevölkerung wird voraussichtlich im Sommer die Gelegenheit bekommen, bei einem Tag der offenen Tür einen Blick hinter die Kulissen dieser modernen, lebensrettenden Einrichtung zu werfen.

Ein Schmankerl hat das Rote Kreuz für Schulen und Kindergärten parat. Wenn diese der BRK-Rettungswache einen Besuch abstatten wollen, können sie sich unter Telefon 09631/70 75 15 anmelden. Auch der örtliche Bereitschaftsleiter Michael Wölfl nimmt Besuchswünsche entgegen.
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