Schutzschicht für Stahlträger

Gerüste prägen in den kommenden Wochen das Bild in der Mitterteicher Mehrzweckhalle. Als Teil der Brandschutzertüchtigung erhalten die Dachträger eine Spezialbeschichtung. Bürgermeister Roland Grillmeier, Günther Deinzer vom städtischen Bauamt, Architekt Thomas Gärtner und Fachplaner Matthias Schmidt (von rechts) gingen kürzlich auf diese Maßnahme und weitere Vorhaben näher ein. Bild: lnz
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Mitterteich
09.02.2016
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Seit gut einer Woche laufen die Arbeiten zur brandschutztechnischen Ertüchtigung der Mitterteicher Mehrzweckhalle. Zwar soll die Einrichtung ab April wieder für Veranstaltungen zur Verfügung stehen, doch im Sommer ist erneut eine längere Sperrung vorgesehen.

Detaillierte Informationen über die geplanten Maßnahmen gab es jetzt bei einem Termin mit Bürgermeister Roland Grillmeier, Architekt Thomas Gärtner vom gleichnamigen Mähringer Büro, Elektrotechnik-Fachplaner Matthias Schmidt von der Firma EAS Systems und Günther Deinzer vom städtischen Bauamt.

Hintergrund der notwendigen Nachrüstung der rund 30 Jahre alten Halle ist das Ziel, dauerhaft eine zulässige Kapazität von 1400 Personen zu erreichen. Bislang war laut Stadt stets mit Übergangslösungen gearbeitet worden. Für offizielle Versammlungstätten dieser Größe gelten jedoch schärfere Brandschutzauflagen als für eine Sporthalle.

Kernstück des Projekts ist die Behandlung der Dachträger mit einer sogenannten F30-Beschichtung. Das bedeutet, dass die Elemente einem Feuer 30 Minuten lang standhalten können. "Ich will keine Schuldzuweisungen machen, aber das hätte damals schon geschehen sollen", bemerkte Bürgermeister Grillmeier in Bezug auf den Bau der Halle. Nun sei ein umso größerer Aufwand nötig. Um optimale Arbeitsbedingungen zu schaffen, erfolgt eine umfangreiche Einrüstung. Zum Schutz des Hallenbodens wurde auf der gesamten Fläche ein stabiler Belag ausgelegt.

Abhängig vom Tageslicht


Wichtige Maßnahmen sind zudem die Schaffung eines zusätzlichen Fluchtweges sowie die Nachrüstung der bestehenden Routen. Weiter folgen ein Austausch der veralteten Elektrotechnik und eine vollständige Umstellung der Beleuchtung auf energiesparende LED-Lampen. Wie Matthias Schmidt erklärte, richtet sich die Leuchtintensität künftig nach dem Tageslicht. Bewegungsmelder stellen sicher, dass kein Licht brennt, wenn es gar nicht benötigt wird. Nicht ganz unkompliziert sei auch die Zusammenschaltung der Brandmeldeanlagen der Mehrzweckhalle, der Mittelschule und der Grundschule. Außerdem gibt es laut Günther Deinzer jede Menge Abstimmungsbedarf mit den Genehmigungsbehörden.

Die Arbeiten werden sich nach Angaben der Verantwortlichen bis in den Herbst erstrecken, doch soll die Halle nach Abschluss der wichtigsten Maßnahmen ab April wieder nutzbar sein. Während der Sommerferien, wenn auch viele Sportvereine pausieren, ist für sechs bis acht Wochen nochmals eine Sperrung des Gebäudes anvisiert.

1,2 Millionen Euro


Nach aktuellem Stand muss die Stadt rund 1,2 Millionen Euro investieren, wobei versucht werden soll, eine Zwei-Drittel-Förderung zu erhalten.
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