Spielgenuss an der Elbe

Eine ungewöhnliche Sportpartnerschaft über Generationen hinweg: Jährlich treffen sich Tennisspieler aus Nymburk, Radeberg und Mitterteich - heuer kamen die Mitglieder der befreundeten Vereine auf der an der Elbe gelegenen Anlage in Nymburk zusammen. Bild: hfz
Vermischtes
Mitterteich
01.09.2016
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Davon träumt jeder Tennisfan: einmal auf einem topgepflegten Rasen spielen wie die Profis in Wimbledon. Der schnelle Rasen verzeiht keinen Fehler, zwingt ständig zum flotten "Serve-and-Volley"-Spiel. Diese Chance bot sich jetzt einigen Mitterteichern in Böhmen.

Eine Gruppe des SV Mitterteich war zu einem Wochenendturnier beim Partnerverein im böhmischen Nymburk unweit von Prag gereist. Die Gastgeber hätten natürlich ihre Erfahrung mit dem heimischen Rasen ausgespielt, doch man habe tapfer mitgehalten, wie es vonseiten der Mitterteicher heißt. Vor allem könne man jetzt besser nachfühlen, warum Ballwechsel in Wimbledon meist recht kurz sind.

Zum jährlichen Spätsommer-Turnier treffen sich seit 1990 Tennisspieler aus Mitterteich, dem sächsischen Radeberg und dem tschechischen Nymburk. Die Freundschaft besteht seit den Zeiten der deutschen Einigung und der Öffnung des Eisernen Vorhangs. Die Mitterteicher hätten inzwischen die "fabelhafte" und traditionsreiche Tennis- und Parkanlage direkt an der Elbe in Nymburk "schätzen und lieben gelernt".

Kühlende Gischt


Temperaturen von deutlich über 30 Grad hätten den Sportlern alle Kräfte abverlangt. Die Gastgeber hatten aber für ungewöhnliche Erfrischungs-Möglichkeiten gesorgt: So nahmen die Gäste gerne das Angebot wahr, luftige Flugrunden über der Region Nymburk zu drehen. Auf gute Resonanz stießen zudem Slalomfahrten mit einem Schnellboot. Die dort mitunter 100 Meter breite Elbe erlaubte dem Profi-Bootsführer einige kühne Manöver, die Elbe-Gischt kühlte so manchen erhitzten Tennisfan schnell ab.

Die tschechischen und sächsischen Teams seien erneut sehr spielstark gewesen, die Mitterteicher Anton Glaßl, Wolfgang Kolb und Franz Helm hätten ihre Routine dagegen gesetzt, wie sie betonen. Beliebt gewesen seien wieder die über Sprach- und Ländergrenzen hinweg reichenden Doppel- und Mixed-Spiele.

Auch der Spaß sei nicht zu kurz gekommen. Der gesellige Teil war geprägt von Erfahrungsaustauschen, Fachsimpeleien, Plaudereien und Rückblicken auf die zweieinhalb Jahrzehnte lange Tennisfreundschaft. Da sich im Lauf der Jahre auch zwischen Familien Freundschaften entwickelt haben, blieb die Partnerschaft stets lebendig.

Treffen in Mitterteich


Beim Abschied bedankten sich die Delegationsleiter aus Sachsen und Bayern für die herzliche Gastfreundschaft und das überaus erfrischende Rahmenprogramm. Für das nächste Jahr lud Friedrich Wölfl zum böhmisch-sächsisch-bayerischen Turnier nach Mitterteich ein. Die Zusagen kamen prompt.
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