Stadt Mitterteich erneuert Hochbehälter
Mit Wasser auf sicherer Seite

Planer Manuel Zwick stand die Freude über den Abschluss der Bauarbeiten ins Gesicht geschrieben. Eine Tafel am Hochbehälter-Gebäude nennt die Jahreszahlen der Erbauung und Sanierung. Bilder: jr (2)
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Mitterteich
25.10.2016
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Sonnenblumen gab es von Leonbergs Bürgermeister Johann Burger (rechts) für Roland Grillmeier als Dank für die harmonische Zusammenarbeit über Gemeindegrenzen hinweg.

Wenn ein Bürgermeister einen Kollegen mit Blumen beschenkt, ist das eine eher seltene Geste. Zu beobachten war sie bei der Einweihung des Wasserhochbehälters - als Zeichen der guten Zusammenarbeit zweier Nachbargemeinden.

"Mit Stolz beenden wir heute die zehnjährige Planungs- und Baumaßnahme des Hochbehälters Leonberg. Er trägt mit zur Zukunftsfähigkeit unserer Stadt bei", sagte Bürgermeister Roland Grillmeier, als das Bauwerk am Samstagvormittag den kirchlichen Segen erhielt. Mit investierten 7,6 Millionen Euro war dies eines der teuersten Projekte in der jüngeren Geschichte der Stadt. Alle Redner waren sich beim Festakt über den Sinn einig: "Wasser ist unser höchstes Gut." Der Abschluss der umfassenden Sanierungsmaßnahmen war auch mit einem Tag der offenen Tür für die Bevölkerung verbunden.

"Die Qualität unseres Wasser steht im Mittelpunkt", machte Roland Grillmeier deutlich. "Was wäre eigentlich, wenn aus dem Hahn kein sauberes Wasser kommt, wie es für uns alle selbstverständlich ist?" Der Bürgermeister erinnerte daran, dass in Kriegs- und Krisengebieten die Wasserversorgung oft über Leben und Tod entscheide.

Eine sichere Wasserversorgung sei auch mit viel Geld verbunden. Ausdrücklich dankte Grillmeier dem Ingenieurbüro Zwick aus Weiden und allen Planern sowie den am Bau beteiligten Firmen für ihre gute Arbeit. "Wenn ich von einer der Baustelle nichts mitbekomme, dann weiß ich, es läuft." Dies sei bei dem Millionenprojekt der Fall gewesen, dankte der Sprecher besonders Bauamtsleiter Thomas Grillmeier.

Die Speicherkapazität für Trinkwasser wurde auf 2450 Kubikmeter erhöht, vorher waren es 1500 Kubikmeter. Den Standort des Hochbehälters am Ortsrand von Leonberg bezeichnete der Bürgermeister als ideal. "Mit der Wasserversorgung sind wir für die kommenden Jahrzehnte gut aufgestellt", sagte Grillmeier und dankte der Nachbargemeinde für die harmonische Zusammenarbeit. Als Denkmal erhalten bleibt das historische Eingangsgebäude aus dem Jahr 1906, dort ist jetzt ein kleines Museum eingerichtet.

Manuel Zwick vom gleichnamigen Ingenieurbüro blickte kurz auf die Bauphase zurück. Er lobte die Stadt für ihren Weitblick: "Sie haben jetzt eine der modernsten Wasserversorgungsanlagen und sind für die Zukunft ausgerichtet." Baubeginn war im April 2015, schon am 3. November ging die Wasserversorgung in Betrieb. Seit Juni dieses Jahres sind die Arbeiten abgeschlossen. "Unser Auftrag ist erfüllt, den Bürgern hochwertiges, sauberes Trinkwasser zur Verfügung zu stellen", sagte Zwick.

Leonbergs Bürgermeister Johann Burger lobte seinen Kollegen für eine äußerst harmonische Zusammenarbeit zum Wohle aller Einwohner: "Roland Grillmeier setzt sich nicht nur für die Mitterteicher Bürger ein, sondern auch für die Leonberger. Ich danke dir." Wasser bezeichnete er als das wichtigste Nahrungsmittel für die Menschen und Tiere. Als kleines Geschenk gab es das Gemeindewappen sowie von Johann Burger selbst gepflückte Sonnenblumen.

Stadtpfarrer Anton Witt und sein evangelischer Kollege Martin Schlenk segneten das Bauvorhaben. Dabei betonte Pfarrer Schlenk, dass das Wasser unbedingt in kommunaler Hand bleiben müsse. "Gutes Wasser ist eine Gabe Gottes, dies darf nie in spekulative private Hände geraten." Die Einweihung fand im trockenen Innenraum statt, denn draußen regnete es. Die beiden Geistlichen dankten auch dafür: "Wasser ist für uns alle überlebensnotwendig, das muss uns bewusst sein." Mit dem Lied "Großer Gott wir loben dich" endete die Weihe.

Danach enthüllten Bürgermeister Roland Grillmeier und Planer Manuel Zwick eine Gedenktafel im Freien, die an den Bau des neuen Hochbehälters erinnert. Am Samstagnachmittag nutzte dann die Bevölkerung die Gelegenheit, einen Blick hinter die Kulissen der Wasserversorgung zu werfen.
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