Stadtrat diskutiert über Spielplatz an der Kurt-Schumacher-Straße
Erhalten, aufwerten oder verkaufen?

Wie soll es mit dem Spielplatz an der Kurt-Schumacher-Straße weitergehen? Mehrere Stadträte sprachen sich klar dafür aus, die Anlage zu erhalten. Die Stadt will nun eine Umfrage starten. Bild: Grüner
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Mitterteich
11.03.2016
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Kaum mehr gefragt ist der Spielplatz an der Kurt-Schumacher-Straße - so lautet zumindest die Einschätzung einiger Anwohner, wie Bürgermeister Roland Grillmeier jetzt im Stadtrat berichtete. Er schlug deshalb vor, die Bürger im Umfeld der Anlage per Plakataktion um ihre Meinung zu bitten. So könne man vielleicht ein klareres Bild bekommen, ob man den Spielplatz auflösen und das Grundstück zum Verkauf anbieten sollte oder lieber nicht.

Jugendbeauftragter Reiner Summer (CSU) sprach sich entschieden für einen Erhalt der Anlage aus. Im Gegensatz zu einem anderen Fall in der Vergangenheit sei das Grundstück wegen mangelnder Größe als Bauplatz ohnehin nicht geeignet. "Was hätten wir dann gewonnen?" Das Interesse am Spielplatz könne jederzeit wieder zunehmen, die Gruppenbildung bei Kindern und Jugendlichen vollziehe sich oft ganz schnell. Zudem habe es bei Familien im Umkreis Nachwuchs gegeben.

Geringer Preis


Andreas Kempf (CSU) schloss sich dieser Meinung an und gab zu bedenken, dass sich nur ein geringer Preis für das Grundstück erzielen ließe. Möglicherweise wolle ein Anwohner nur sein Anwesen vergrößern. Kempf sah auch eine Umfrage nicht als notwendig an: "Wir sollten einfach abwarten." SPD-Sprecher Johann Brandl hielt dagegen, dass der Spielplatz mit seinen wenig attraktiven Geräten von Kindern kaum mehr genutzt werde, sondern eher von Jugendlichen - und zwar zum Rauchen. "Das ist totes Kapital, ich sehe keinen Grund, ihn nicht zu verkaufen." Mit dieser Meinung stand Brandl aber weiter alleine da. "Ich sehe das nicht so negativ", warf etwa Bernhard Thoma (Freie Wähler) ein. Die Spielgeräte seien so schlecht nicht - und selbst ohne könne ein Spielplatz genutzt werden. Den Bedarf sollte man dennoch ermitteln.

"Wir nutzen ihn schon", sagte 2. Bürgermeister Stefan Grillmeier (CSU), der sich mit seiner Familie zum weiteren Kreis der Anwohner zählt. Ein großes Angebot an Spielgeräten brauche es gar nicht, um Kinder zufrieden zu stellen, so Grillmeier. Laut Gerhard Greim (SPD), der ebenfalls in der Nähe wohnt, war zwar in den vergangenen zwei Jahren wenig auf der Anlage los, doch das könne sich wieder ändern. Rabauken habe er dort noch nie gesehen. "Vielleicht sollten wir den Spielplatz attraktiver machen?" Bürgermeister Grillmeier kündigte schließlich eine Umfrage an, so dass eventuell Ende des Jahres ein Ergebnis vorliegt.
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