Tausende Zuschauer beim 9. Mitterteicher Gaudiwurm
Rotlicht-Rüffel und falsche Frauen

Hoch her ging es am Samstag im Anschluss an den 9. Mitterteicher Gaudiwurm auch auf dem Kirchplatz. Bei recht angenehmen Temperaturen feierten unzählige Narren noch mehrere Stunden lang. Für gute Unterhaltung sorgten neben heißer Partymusik auch tolle Tanzauftritte.
Vermischtes
Mitterteich
07.02.2016
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Bernhard Thoma von den Wanderfreunden zog als Clown durch die Stadt, verfolgt vom "Ersatzbus", der anstelle des verworfenen Vereinsbusses zum Einsatz kommen soll.

Schnee am Donnerstag, Regen am Freitag - doch pünktlich zum 9. Mitterteicher Gaudiwurm herrschten Sonnenschein und fast schon frühlingshafte Temperaturen. Und so war es keine Überraschung, dass Tausende Zuschauer das Spektakel verfolgten.

Laute Böllerschüsse der Mitterteicher Schützen gaben um 13.31 Uhr den Startschuss für den närrischen Umzug. Mit dabei waren wieder zahlreiche örtliche Gruppen und auch mehrere Vereine von auswärts, die sich in den meisten Fällen viel Mühe mit ihren Kostümierungen und ihren Themenwagen gegeben hatten. Als kleinen Wermutstropfen mag so mancher empfunden haben, dass neben der allgegenwärtigen Partymusik auf den Wagen nicht mehr Livemusik zu hören war - einzig und allein die Mitterteicher Stadtkapelle zeigte, wie gut Blasmusik und Fasching zusammenpassen.

Angeführt wurde der Gaudiwurm vom Kinderprinzenpaar Nina I. und Julian I. und dem Prinzenpaar Karin I. und Thomas I., die das närrische Volk aus dem Cabrio heraus grüßten. Ebenfalls chauffiert wurden Bürgermeister Roland Grillmeier sowie die jahrzehntelangen "Obernarren" Willi Schneider und Otto Weiß. Als Blickfang erwiesen sich gleich am Anfang die Gaudiwurm-Prinzengarde und die Showtanzgruppe "X-Dream", die mit schwarzen Outfits und goldenen Monden auftaten.

Die Gruppe "Gaudipower" um Jürgen Bauer hatte sich die Themen "Asterix und Obelix" sowie "Kleopatra" ausgesucht. Ihre aufwendigen Kostüme und ein Wagen mit "Sphinx" waren echte Hingucker. Es folgten Micky-Mäuse und "Donald Ducks" aus Waldeck und eine Gardetruppe aus Krummennaab, ehe sich das städtische Kinderhaus von seiner tierischen Seite zeigte. "Fit und gesund" präsentierte sich der Kindergarten St. Hedwig, eine heitere Fußgruppe stellte auch die Lebenshilfe.

Finstere Gestalten


Im Anschluss an die Großenseeser Hexen zog eine große Gruppe des TuS Mitterteich durch die Stadt. Darunter befanden sich viele finstere Gestalten - Teufelinnen und kleine Hexen ebenso wie das Männerballett, das "Mister Tod" als Motto gewählt hatte. Für etwas Aufhellung sorgte danach die gold-schwarz gekleidete Showtanzgruppe "Phoenix".

Der "Häusl-Club" aus Leugas wies auf den wegen der belegten Turnhalle ausgefallenen "Superfasching" in Wiesau hin. Kritik an Angela Merkel und der Regierung im Zusammenhang mit der Flüchtlingskrise und der Griechenland-Politik gab es auch im weiteren Verlauf. Einen örtlichen Aufreger rückte die Feuerwehr Pechofen in den Mittelpunkt. Sie erinnerte an die fehlerhafte Schaltung an der Ampelkreuzung: "Willst bei Grün die Kreuzung queren, musst bei Rot den Gang einmärdern." Mitglieder der Feuerwehr Mitterteich versuchten zu beweisen, dass Frauen doch schon längst zur Truppe gehören. Es war jedoch nicht zu übersehen, dass die dargestellten "Damen" in Wirklichkeit Herren waren. "Der Vulkan gefunden von einem Zwerg, wir in Alwarath am Tillenberg", hieß es am Faschingswagen der "Hoadecker".

Partyspaß am Kirchplatz


Die Gäste aus Dippersreuth spielten auf ihr reines Wasser an, während die "Michareither Moidla" zum Umzug am Dienstag ins Kappldorf einluden. Die Lacher auf ihrer Seite hatten auch die Mitterteicher Wanderfreunde mit ihrem "Ersatzbus", der anstelle des verworfenen Vereinsbusses zum Einsatz kommen soll. Im Anschluss an den Faschingszug stieg wieder eine große Party am Kirchplatz. Hunderte Narren genossen noch stundenlang Partymusik und die Auftritte der Gaudiwurm-Garden.

Gaudiwurm-Vorsitzender Michael Zintl war nach dem Umzug hellauf begeistert. "So viele Leute am Straßenrand hatten wir noch nie", resümierte der Cheforganisator und zeigte sich überzeugt: "Dieses Mal haben wir die magische 5000-Zuschauergrenze geknackt."

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