Tief Frederike als "Multitasking-Talent“
Tornado nahe Mitterteich

Bild: Felix Saalfrank (Neualbenreuth).
Vermischtes
Mitterteich
03.06.2016
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Es ist eine ziemlich fragwürdige, ja eher dramatische Kunst, was Tief „Frederike“ so alles kann. Sturzbäche, Sintfluten, Hagelschlag, Blitzeinschläge, und jetzt auch noch rotierende Gewitterwolken.

Aus fast ganz Deutschland liegen derzeit Berichte über Trichterwolken vor, also rotierende Wolkenschläuche, die, sobald sie den Boden berühren, als amtlicher Tornado bezeichnet werden. In diesen Wirbeln können im Extremfall Windgeschwindigkeiten von über 300km/h auftreten.

Genau so einen mutmaßlicher Tornado hat am Donnerstag in der nördlichen Oberpfalz Felix Saalfrank aus Neualbenreuth beobachtet und fotografiert. "Mutmaßlich“ deshalb, weil noch nicht ganz klar ist, ob der Wolkentrichter tatsächlich den Boden berührt hat. Wenn, dann dürfte dies irgendwo zwischen Leonberg und Mitterteich nahe der B299 passiert sein, einigen Bildern nach über freiem Feld. Damit konnte dieser Wirbelsturm keinen Schaden anrichten, zumindest ist über Schäden nichts bekannt.

Über die sozialen Netzwerke machten die Fotos schnell die Runde, und weitere Augenzeugen schickten Ihre Bilder. Zu sehen ist das alles auf den Facebookseiten von Meteototal und von Onetz.de.

Es ist übrigens nicht der erste Wirbelsturm, der in der Oberpfalz gesichtet wurde. Bundesweit werden pro Jahr durchschnittlich 40 bis 60 Tornados, teils mit schweren Schäden registriert. Vielen noch in Erinnerung ist bestimmt auch die verheerende Schneise der Verwüstung, die eine Serie von Tornados in der Region um Augsburg angerichtet hatte. Dort wurden im Mai letzten Jahres komplette Autos durch die Luft gewirbelt und massiv gebaute Häuser dem Erdboden gleich gemacht.

Im Falle Mitterteich ist es sogar der zweite in 13 Jahren – was anhand der Wahrscheinlichkeit fast einem Lottogewinn entspricht. Am 12. Juni 2003 zog ein Tornado durch das südliche Stadtgebiet. In einer Schneise von etwa 2,5 Kilometern Länge und 500 Metern Breite gab es beachtliche Schäden. Im aktuellen Fall ging aber alles glimpflich ab, der Wolkentrichter dürfte den Boden nur kurz und über freiem Feld berührt haben.
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