Wind und Wasser

Vermischtes
Mitterteich
15.10.2016
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Windräder auf Mitterteicher Gebiet soll es auch künftig nicht geben - darüber ist sich die Mehrheit im Stadtrat einig. Die SPD-Fraktion stellte sich gegen eine grundsätzliche Ablehnung und forderte stattdessen, mögliche Standorte zu prüfen.

Das Gremium befasste sich wieder mit dem Thema, weil die Stadtverwaltung aufgefordert wurde, zur 22. Änderung des Regionalplans Oberpfalz Nord bis zum 5. Dezember eine Stellungnahme bei der Regierung der Oberpfalz einzureichen. Bürgermeister Roland Grillmeier betonte, dass die Stadt Mitterteich schon mehrmals darauf hingewiesen habe, dass die Nutzung von möglichen Flächen im Umfeld von Großbüchlberg wegen des dortigen Naherholungs-und Tourismusgebiets nicht in Frage komme.

Keine Vorranggebiete


Im aktuellen Entwurf des Regionalplans seien im Gemeindebereich Mitterteich aber ohnehin keine Vorranggebiete für Windenergie mehr vorgesehen. Allerdings, so Grillmeier, gebe es ein Vorranggebiet im Gemeindebereich von Pechbrunn und Konnersreuth (wir berichteten). Dabei handelt es sich um eine Fläche, die südwestlich von Konnersreuth und östlich von Pechbrunn liegt. Mit 224 Hektar sei dies das größte zusammenhängende Vorranggebiet im Landkreis und in der gesamten Bereich Oberpfalz Nord. Um dort das Aufstellen von Windrädern zu ermöglichen, müssten die beiden Kommunen einen Bebauungsplan aufstellen. "Ich gehe davon aus, dass es daran kein Interesse gibt", sagte Grillmeier. "Der Wald dort dient der Erholung und so sollte es bleiben."

Karl-Heinz Ernstberger (CSU) sprach sich dafür aus, an einmal gefassten Beschlüssen festzuhalten. Johann Brandl (SPD) fragte: "Was ist besser? Stromtrasse oder Windräder? Ich habe nichts gegen Windräder. Allerdings wird die 10H-Regelung der Staatsregierung den Bau von Windrädern verhindern." Bürgermeister Roland Grillmeier erinnerte daran, dass Kommunen die 10H-Regelung aufheben könnten, indem sie einen eigenen Bebauungsplan aufstellen.

Bernhard Thoma (Freie Wähler) wies darauf hin, dass viele der Windräder im benachbarten Oberfranken häufig still stünden. Weiter monierte er die fehlende Möglichkeit, Strom zu speichern. "Also sind Windräder müßig." Sein Fraktionskollege Ernst Bayer ergänzte: "Wenn ich in Richtung Berlin fahre, sieht man Windräder noch und nöcher. Brauchen wir dann hier auch noch welche, wenn wir schon die Stromtrasse bekommen?" Auch Bayer kritisierte die fehlende Speichermöglichkeit. Die Stadtverwaltung wird jetzt eine Stellungnahme erarbeiten.

Karl-Heinz Ernstberger wollte wissen, warum das Trinkwasser jetzt deutlich kalkhaltiger sei als früher. Bürgermeister Roland Grillmeier bestätigte, dass diese Frage immer wieder auftauche. "Wir haben ein weiches Wasser, das jetzt aufgehärtet wird." Künftig wolle er die Wasserhärte ins Internet stellen lassen. Die Rückstände im Wasser stammten aus Jura-Kalk.

Zu kalt zum Planschen


Luitgard Müller (CSU) kritisierte, dass bei den Warmbadetagen im Hallenbad, die jeden zweiten Sonntag stattfinden, das Wasser zu kühl sei. "Für Kinder ist das zum Planschen viel zu kalt." Auch Dr. Achim Nemsow (CSU) bestätigte, dass die Wassertemperatur zu niedrig sei. Roland Grillmeier wusste von der Problematik und will sich jetzt mit dem Hallenbad-Team in Verbindung setzen, um Abhilfe zu schaffen.
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