Zank um Zanklgartenstraße

Ist es notwendig, in der Zanklgartenstraße auf Höhe der Mehrzweckhalle, der Mittelschule und des Hallenbads auch auf der Seite der Privatanwesen und Garagen (rechts) ein ständiges Halteverbot zu verhängen? Mit dieser Frage befasste sich jetzt der Mitterteicher Bauausschuss. Bild: lnz
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Mitterteich
17.03.2016
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Parkende Autos sorgen zu Stoßzeiten und bei Veranstaltungen immer wieder für Behinderungen in der Zanklgartenstraße, vor allem im Bereich zwischen Hallenbad und Mehrzweckhalle. Uneinigkeit herrschte jetzt darüber, ob auch auf der Seite der Privatanwesen ein permanentes Halteverbot erlassen werden soll.

Bürgermeister Roland Grillmeier berichtete im Bauausschuss über Beschwerden, wonach Garagenausfahrten öfters zugeparkt würden. Abhilfe schaffen könnte ein Halteverbot im Bereich zwischen dem Hallenbad und dem nördlichen Straßenende, wie es circa fünfmal pro Jahr vorübergehend bei größeren Veranstaltungen verhängt wird. Aufgestellt würden insgesamt fünf Schilder.

CSU-Sprecher Josef Schwägerl gab zu bedenken, dass Autos normalerweise nur dann am Straßenrand stünden, wenn Schüler abgeholt werden. Jeder Autofahrer wisse doch, dass man sich nicht längere Zeit vor Garagen stellt. "Wir sollten versuchen, den Schilderwald zu begrenzen." Schwägerl und auch Johannes Schaumberger (CSU) stellten in Frage, ob es wirklich fünf Schilder brauche. Vehement gegen ein ständiges Halteverbot sprach sich Karl-Heinz Ernstberger (CSU) aus: "Das wäre ein ,Hirschauer Stückl!'". Weil er häufig in der Straße unterwegs sei, wisse er, dass Autos höchstens mal in der Mittagszeit kurz hielten - und dann auch nur vor der Schule, weniger aber in den übrigen Bereichen und schon gar nicht bei der Einmündung in die Böttcherstraße. "Wenn wir ein Halteverbot verhängen, dann nur ganz vorne", so Ernstbergers Forderung. Bürgermeister Grillmeier verwies erneut auf die vorliegenden Beschwerden. Zur Zahl der Schilder sagte Grillmeier, dass bestimmte Abstände zu beachten seien. Ein besonderer Aufwand wäre das Aufstellen der Schilder übrigens nicht, denn der Bauhof müsse dies ohnehin mehrmals pro Jahr in dem Bereich vornehmen.

Im Verlauf der Diskussion tauchte auch die Frage auf, ob das Ganze denn überhaupt kontrolliert würde. Wenn, dann müsste sich wohl der Parksheriff darum kümmern, so der Tenor. "Dann steht man einmal dort und muss gleich zahlen", merkte Karl-Heinz Ernstberger kritisch an.

Josef Schwägerl sah einen Kompromiss darin, nicht gleich den gesamten Bereich zu beschildern. Alternativ regte er einen Ortstermin mit Anwohnern an. Zustimmung fand am Ende der Vorschlag des Bürgermeisters, das Thema vorerst zurückzustellen. Denn einer der Befürworter einer verschärften Halteverbotsregelung ist SPD-Sprecher und Polizeihauptkommissar Johann Brandl, der aber verhindert war.
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