Bayern-3-Dorffest erfordert alle Kräfte
Da ist das „Ding“

Im Rathaussaal in Moosbach gab es nicht genügend Sitzplätze. So groß war das Interesse der Vereine, zum Gelingen des Dorffests am Samstag, 10. September, beizutragen. Bild: gi
Freizeit
Moosbach
31.08.2016
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Arbeitsreiche Tage stehen der Gemeinde Moosbach ins Haus. Für das Bayern-3-Dorffest am Samstag, 10. September, mobilisieren die Bürger alle Kräfte.

So viele Menschen wie am Montagabend waren noch nie im Rathaussaal. Bürgermeister Hermann Ach hatte zur Informationsversammlung für das Dorffest eingeladen. "Wir stehen vor dem größten Ereignis in der fast 900-jährigen Geschichte des Markts Moosbach", erklärte der Gemeindechef.

Ohne den großen Zusammenhalt in den vergangenen Wochen hätte der Markt es nicht geschafft, die Megaparty in die Oberpfalz zu holen. "Nun müssen wir alle Gas geben, damit wir das Dorffest meistern. Ich bitte euch alle, fleißig mitzuarbeiten", appellierte Ach.

Vertreter des Bayerischen Rundfunks unterstützen Moosbach


Er stellte die Vertreter des Bayerischen Rundfunks, Produktionsleiter Jörg Müller und Projektleiter Boris Kolodziej, vor. "Sie werden uns bis zum Ende des Dorffests begleiten und mit Rat und Tat zur Verfügung stehen." Müller gratulierte dem Ort zu diesem ungeheueren Zusammenhalt und der riesigen emotionalen Leistung. Er freute sich über die vielen Anwesenden, "aber in den kommenden Tagen bis zum Dorffest müssen es dreimal mehr Leute sein, um die Arbeit zu schaffen". Kolodziej freute sich, dass es die Oberpfalz im achten Anlauf endlich geschafft habe und das "Ding" nach Moosbach zu bringen.

Gelände für 80.000 Gäste ausgelegt


Das Ganze spielt sich auf einer riesigen Fläche an der Staatsstraße zwischen Moosbach und Oberviechtach kurz vor Saubersrieth ab. Sämtliche Feldwege rund um das Festgelände werden zu Rettungswegen umfunktioniert und sind gesperrt. Das gesamte Gelände wird eingezäunt. Es ist für die Aufnahme von bis zu 80 000 Personen ausgelegt.

Der Einlass der Gäste beginnt um 14 Uhr. Ende des Verkaufes ist gegen 23 Uhr. Ab 13 Uhr müssen alle Fahrzeuge vom Festgelände entfernt sein. Das heißt, dass die Stände bis 13 Uhr fertig bestückt sein müssen. Getränke und Essen dürfen nicht auf Glas- oder Porzellangeschirr ausgegeben werden. Ein Verkauf von Hochprozentigem ist nicht gestattet.

Die Vorbereitungsarbeiten beginnen am Montag, 5. September, um 18 Uhr mit dem Aufbau des Bauzauns. Diese Aktion geht am Dienstag und Mittwoch, 6. und 7. September weiter. Ab Donnerstag, 8. September, bauen die Helfer die Buden auf, spannen die Absperrbänder und stellen die Mülltonnen sowie Handwaschbecken auf. Für all diese Ausstattung gilt: Je mehr kommt, umso besser ist es. Der Abbau erfolgt am Sonntag und Montag, 11. und 12. September.

Vereine und Bürger helfen mit


Den Vereinen und allen Bürgern, die mithelfen wollen, übersandte der Markt am Dienstag per E-Mail Informationen und Erhebungs- beziehungsweise Meldebögen. Claudia Rieß von der Gäste-Information bittet darin um Rückgabe dieser Fragebogen bis Samstag, 3. September, um 12 Uhr bei ihr im Rathaus oder den Ansprechpartnern Sandro Stefinger und Manuel Balk. Die Vereine sollen im Erhebungsbogen auch angeben, wie viel Buden (Breite: 3 Meter), Zelte (Breite: 3 Meter, fester Boden), Grillwagen, TÜV-zertifizierte Grills und Kaffeemaschinen sie zur Verfügung stellen können.

"Die Veranstaltung findet bei jedem Wind und Wetter statt", informierte Ach am Ende der Versammlung, bevor sich alle ins Bräustüberl Scheuerer zurückzogen. Denn BR-Mann Müller feierte Geburtstag und lud dazu alle ein.

Wir stehen vor dem größten Ereignis in der fast 900-jährigen Geschichte des Markts Moosbach.Bürgermeister Hermann Ach


70 000 Bratwürste, 10 000 Grillfleisch und über 400 KuchenDie BR-Leute Jörg Müller und Boris Kolodziejv beeindruckten die Anwesenden mit Zahlen und Erfahrungen des vergangenen Dorffests. Dabei gingen 53 000 Bratwurstsemmeln, 7500 Steaks, 3000 vegetarische Pfannen, 2500 Käseportionen, 3000 Becher Kaffee, 5000 Prosecco und 1500 Becher Wein über die Theke. Sie rieten von Extras wie Fischsemmeln oder Pommes ab: "Verzetteln Sie sich nicht mit einer langen Speisekarte."

Um 40 000, 50 000 oder mehr Menschen zu versorgen, müssen außerdem bereitstehen: 50 Verkaufshütten mit Grillgeräten, 170 Toiletten (stellt der BR), 50 bis 70 Polizeibeamte, 150 Sicherheitskräfte, 60 bis 70 Sanitäter, 120 Feuerwehrleute, 10 000 Parkplätze und mindestens 300 bis 400 Helfer.

Was haben die Helfer zu tun? Dazu gehören die Besetzung der Grillstationen (je Station mindestens 8 Personen), die Koordination der Kuchenspenden, der Verkauf von Kaffee und Kuchen, Eis- und Zigarettenverkäufer, Versorgung der einzelnen Buden per Quad, Verkäufer von Prosecco, Hugo und anderen Getränken sowie Parkplatzeinweiser. Der Aufbau der 60 Meter breiten Bühne erfolgt durch Beauftragte des BR. Dabei werden 217 Tonnen Material verbaut.

Das Bier kommt von der Kulmbacher Brauerei. Der Ausschank erfolgt durch die Brauerei selbst. Das Grillgut (Bratwürste, Fleisch und Semmeln) stellt der BR dem Markt Moosbach, auf den auch einige Kosten zukommen, kostenlos zur Verfügung. Benötigt werden 70 000 Bratwürste und 10 000 Grillfleisch sowie 400 bis 500 Kuchen. Für die Kinder gibt es eine "Rodeo-Wurst" sowie eine große Hüpfburg. (gi)


Verzetteln Sie sich nicht mit einer langen Speisekarte.Produktionsleiter Jörg Müller und Projektleiter Boris Kolodziej vom BR
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